B2B-Leadgenerierungerklärt: So finden, qualifizieren und erreichen Sie Geschäftskunden
Was B2B-Leadgenerierung ist, welche Methoden für Freiberufler, Agenturen und kleine Teams in Deutschland funktionieren und wie Sie Schritt für Schritt eine Liste lokaler Betriebe aufbauen, qualifizieren und rechtssicher ansprechen.
Leads··14 Min. Lesezeit
Das Wichtigste
B2B-Leadgenerierung ist eine Pipeline: Zielbetriebe finden, den richtigen Ansprechpartner erreichen und prüfen, wer ein Nachfassen verdient.
Kleine Teams starten am schnellsten mit Outbound auf einer lokalen Liste einer Branche, da das binnen weniger Tage Daten liefert.
Der Markt ist riesig: Laut Statistischem Bundesamt zählten 2024 rund 3,2 Millionen Unternehmen (99,3 %) zu den KMU.
E-Mail-Werbung braucht in Deutschland eine vorherige ausdrückliche Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG), Telefonwerbung gegenüber Unternehmen zumindest eine mutmaßliche.
Verfolgen Sie fünf Kennzahlen: gefundene Kontakte, erreichte Kontakte, Antworten, Termine und gewonnene Kunden.
Die Antwort
Was ist B2B-Leadgenerierung?
B2B-Leadgenerierung ist der Prozess, Unternehmen zu finden, die bei Ihnen kaufen könnten, und mit der richtigen Person dort ins Gespräch zu kommen. Dazu gehören eine Zielliste, die Ansprache des passenden Ansprechpartners und die Qualifizierung der Kontakte, die ein Follow-up verdienen. Das Ergebnis ist eine Pipeline qualifizierter Gespräche, keine bloße Adressliste.
Drei Begriffe werden oft verwechselt, deshalb vorab die Definitionen. Ein Lead ist ein Unternehmen oder Kontakt mit erkennbarem Interesse oder passendem Bedarf. Ein Interessent ist ein Lead, den Sie geprüft und als aussichtsreich eingestuft haben. Ein Kunde hat bereits bezahlt. Den Unterschied erklärt auch der Beitrag Lead, Interessent oder Kunde. Eine Grundlagenübersicht finden Sie im Leitfaden zur Leadgenerierung.
B2B (Business-to-Business) unterscheidet sich von B2C dadurch, wer Ihr Gegenüber ist. Sie verkaufen an eine Rolle in einem Betrieb, zum Beispiel an die Inhaberin einer Zahnarztpraxis oder den Geschäftsführer eines Installationsbetriebs. Es gibt weniger mögliche Käufer, die Aufträge sind größer, und oft reden mehrere Personen mit. Deshalb besteht die Arbeit aus Recherche, gezielter Ansprache und konsequentem Nachfassen statt aus Massenwerbung.
Die Suchergebnisse zu diesem Thema sind voll von Anbietern großer Vertriebssoftware, die Webinare, Account-Based Marketing und Intent-Daten empfehlen. Das setzt ein Marketingteam und Budget voraus. Dieser Leitfaden richtet sich an die anderen Leser: Freiberufler, kleine Agenturen und Inhaber regionaler Dienstleistungsbetriebe, die an andere Betriebe in Deutschland, Österreich oder der Schweiz verkaufen und ein Vorgehen brauchen, das ab dem ersten Tag funktioniert. Die rechtlichen Hinweise beziehen sich auf Deutschland.
Erstellen Sie heute Ihre erste B2B-Leadliste
Suchen Sie in Maps, sammeln Sie veröffentlichte Website-Kontakte und ordnen Sie Ihre Interessenten im CRM. Die kostenlose Erfassung deckt 200 Betriebe pro Monat ab; KI und Export hängen von Ihrem Tarif ab.
Welche Methoden der B2B-Leadgenerierung passen zu kleinen Teams?
Für kleine Teams eignen sich Methoden, die ohne großes Budget starten und deren Ergebnis sich binnen eines Monats messen lässt: Telefon mit konkretem Anlass, Briefe, Vor-Ort-Besuche und Empfehlungen. Inhalte und bezahlte Anzeigen funktionieren ebenfalls, brauchen aber Zeit oder Geld, bevor die ersten Ergebnisse sichtbar werden. In Deutschland entscheidet zusätzlich das Wettbewerbsrecht, welcher Kanal für den Erstkontakt überhaupt infrage kommt.
Hochwertige lokale Dienstleistungen mit schnellem Feedback
Brief oder Postkarte
Tage bis Wochen
Gestaltung, Porto
Grundsätzlich zulässig; ein erklärter Widerspruch ist zu beachten
Betriebe, die per Post gut erreichbar sind, etwa Praxen und Kanzleien
Besuch vor Ort
Am selben Tag
Fahrzeit
Kein Sonderfall im UWG, Hausrecht beachten
Restaurants, Läden, Werkstätten auf einer Karte
E-Mail an neue Kontakte
Tage
Einwilligung einholen
Vorherige ausdrückliche Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG), Ausnahme für Bestandskunden
Listen mit dokumentierter Einwilligung, Newsletter, Bestandskunden
Netzwerke und Plattformen
Tage bis Wochen
Zeit, Profilqualität
Nachrichten können als elektronische Post gelten, Einwilligung prüfen
Verkauf an Führungskräfte mit gepflegtem Profil
Empfehlungen und Partner
Wochen
Beziehungspflege
Unkritisch, solange der Empfohlene zustimmt
Alle mit einem ersten zufriedenen Kunden
Inhalte und Suchmaschinenoptimierung
Monate
Schreibzeit
Eingehende Anfragen, kein Erstkontakt nötig
Teams, die warten können und Anfragen wünschen
Bezahlte Anzeigen
Tage
Werbebudget
Datenschutz und Einwilligungen der Plattform beachten
Angebote mit nachgewiesener Abschlussquote
Welche Methode sollten Sie zuerst wählen?
Beginnen Sie mit der Outbound-Methode, die zu Ihrem Käufer passt und rechtlich sauber ist, und ergänzen Sie später einen Inbound-Kanal. Outbound lässt Sie die Zielunternehmen auswählen und liefert in wenigen Tagen Daten. So finden kleine Teams schnell heraus, was funktioniert.
Wenn Ihre Kunden auf einer Karte liegen, etwa ein SHK-Betrieb in Köln, eine Zahnarztpraxis in Leipzig oder eine Bäckerei in Hamburg, liefert Ihnen eine Liste aus Google Maps auf einen Blick Name, Adresse, Telefonnummer, Website und Bewertung. Sind Ihre Käufer Führungskräfte größerer Unternehmen, ist ein berufliches Netzwerk oft der bessere erste Weg. Im Zweifel testen Sie beide Wege mit je 50 Kontakten und vergleichen die Antworten. Weitere Quellen vergleicht der Beitrag über kostenlose B2B-Kontakte.
Der Markt
Warum ist der lokale Mittelstand ein guter Startpunkt?
Der lokale Mittelstand eignet sich als Startpunkt, weil der Markt riesig, leicht abzugrenzen und öffentlich auffindbar ist. Fast jedes Unternehmen in Deutschland ist klein oder mittelgroß, und diese Betriebe kaufen untereinander Marketing, Software, Material, Versicherungen, Finanzierung und Dienstleistungen ein.
Das Statistische Bundesamt meldet auf seiner Seite zu kleinen und mittleren Unternehmen, dass 2024 rund 3,2 Millionen Unternehmen (99,3 %) zu den KMU zählten. In diesen Unternehmen arbeiteten 54 % der Beschäftigten. Beim Umsatz dominieren dagegen die Großunternehmen: KMU erzielten nur 27 %. Für Verkäufer heißt das: In fast jeder Nische gibt es viele mögliche Käufer, und die meisten sind kleine Betriebe, bei denen die Inhaber oft selbst entscheiden.
Die Amtsstatistik definiert Kleinstunternehmen als Betriebe mit bis zu 9 Beschäftigten und bis zu 2 Millionen Euro Umsatz. Das statistische Unternehmensregister, das Destatis auf einer eigenen Seite beschreibt, wies für 2024 insgesamt 3,5 Millionen rechtliche Einheiten aus, von denen 84 % weniger als zehn Beschäftigte hatten. Diese Zahlen zeigen die Größenordnung, ersetzen aber keine Liste: Wen Sie konkret ansprechen können, sehen Sie erst in den Karten- und Websitedaten Ihrer Region.
Der zweite Vorteil: Lokale Betriebe sind leicht zu finden. Fast jeder hat einen Google-Maps-Eintrag mit Telefonnummer und Website. Der Potenzielle-Kunden-Datenbank aufbauen-Leitfaden zeigt, wie Sie aus so einer Liste eine arbeitsfähige Pipeline machen.
Der Prozess
Wie läuft B2B-Leadgenerierung in 6 Schritten ab?
Gehen Sie in sechs Schritten vor: Käufer definieren, Markt prüfen, Liste aufbauen, Kontakte ergänzen, Ansprache starten und alles auswerten. Wer die ersten drei Schritte überspringt, scheitert meist an der Liste, denn kein Anschreiben repariert eine Liste mit den falschen Betrieben.
Käufer in einem Satz beschreiben. Eine Betriebsart, ein Gebiet und ein Entscheider, zum Beispiel „Steuerkanzleien in Stuttgart, Inhaber oder Kanzleileitung“.
Marktgröße prüfen. Schätzen Sie mit Kartensuchen und den amtlichen Gesamtzahlen, ob die Nische groß genug ist.
Liste aufbauen. Suchen Sie in Google Maps nach Branche und Gebiet und erfassen Sie Name, Adresse, Telefonnummer, Website und Bewertung.
Kontakte ergänzen. Öffnen Sie die Website jedes Betriebs und suchen Sie Ansprechperson, Telefonnummer oder Kontaktweg, zum Beispiel im Impressum. Wie das geht, erklären E-Mail-Finder-Tools und der Beitrag zur E-Mail-Suche.
Ansprache starten. Beginnen Sie mit einem Kanal, der rechtlich passt (siehe Abschnitt zu UWG und DSGVO), und nennen Sie gleich im ersten Satz einen konkreten Anlass im Betrieb. Fassen Sie nach einer bis drei Wochen über einen zweiten Kanal nach.
Auswerten. Notieren Sie, wen Sie erreicht haben, wer geantwortet hat und was als Nächstes folgt. Prüfen Sie die Zahlen wöchentlich und ändern Sie jeweils nur eine Sache.
Wie prüfen Sie vorab, ob sich eine Nische vor Ort lohnt?
Prüfen Sie die Nische, indem Sie die Kartentreffer für Ihre Branche in mehreren Stadtteilen zählen und mit der Größenordnung der amtlichen Zahlen abgleichen. So wissen Sie in Minuten, ob die Liste für die ersten Wochen reicht oder ob Sie das Gebiet erweitern müssen.
Die amtliche Statistik gibt nur den Rahmen vor. Das Statistische Bundesamt berechnet die KMU-Statistik für bestimmte Wirtschaftsabschnitte und weist ausdrücklich darauf hin, dass sie die Einheit von Eigentum und unternehmerischer Verantwortung, ein Merkmal des Mittelstands, nicht explizit berücksichtigt. Behandeln Sie die Gesamtzahlen deshalb als grobe Orientierung.
Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Zahlen: Ihre Suche nach „Steuerberater“ in einer Großstadt liefert über mehrere Stadtteile 140 verschiedene Einträge, davon 110 mit Website. Dann haben Sie genug für einen ersten Testlauf mit 50 Kontakten und einen zweiten mit den übrigen. Kommen nur 25 Treffer zusammen, erweitern Sie das Gebiet oder ergänzen verwandte Suchbegriffe wie „Wirtschaftsprüfer“ oder „Buchhaltung“.
Qualifizierung
Wie qualifizieren Sie einen B2B-Lead?
Qualifizieren Sie einen Lead anhand von Passung, Erreichbarkeit, Zeitpunkt und Entscheidungsbefugnis, bevor Sie Zeit investieren. Eine kurze Checkliste spart Stunden, denn nur passende und erreichbare Betriebe verdienen Ihre erste Aufmerksamkeit.
Signal
Wo Sie es prüfen
Was es Ihnen sagt
Passung
Kategorie, Leistungen und Größe im Karteneintrag und auf der Website
Ob Ihr Angebot überhaupt zutrifft
Erreichbarkeit
Telefonnummer, Impressum, Kontaktseite
Ob Sie den Betrieb heute auf einem zulässigen Weg erreichen
Ruf
Bewertung und Zahl der Rezensionen
Wie aktiv der Betrieb ist und wie wichtig ihm sein Auftritt ist
Online-Auftritt
Qualität der Website, fehlende Website, veraltete Seiten
Ob der Betrieb brauchen könnte, was Sie verkaufen
Zeitpunkt
Neuer Standort, neue Stellenanzeigen, aktuelle Bewertungen
Ob jetzt ein guter Moment ist
Entscheidungsbefugnis
Name von Inhaber oder Geschäftsführung auf der Website
Ob Ihr Kontakt über den Kauf entscheiden kann
Was machen Sie mit der qualifizierten Liste?
Ordnen Sie die Liste nach Priorität und sprechen Sie die Betriebe mit den meisten Punkten zuerst an. Vergeben Sie pro Signal eine einfache Punktzahl, wie es der Leitfaden zum Lead-Scoring beschreibt, und passen Sie die Skala an Ihr Angebot an.
Halten Sie Ergebnisse in einem CRM fest, nicht in einer Tabelle, die nur eine Person versteht. Ein CRM, das Betriebe auf einer Karte mit Status und nächstem Schritt zeigt, macht sichtbar, wen Sie als Nächstes ansprechen und welche Gebiete noch offen sind.
Recht
Was erlauben UWG und DSGVO bei der Ansprache von Unternehmen?
Für den Erstkontakt gilt in Deutschland: E-Mail-Werbung braucht grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, Telefonwerbung gegenüber Unternehmen zumindest eine mutmaßliche Einwilligung, und Briefwerbung ist grundsätzlich zulässig. Klären Sie das vor dem Start, nicht nach der ersten Abmahnung. Dies sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung.
Die Grundlage ist § 7 UWG zu unzumutbaren Belästigungen. Absatz 2 Nummer 2 nennt Werbung mit elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten. Eine Ausnahme für Bestandskunden regelt Absatz 3 und verlangt unter anderem, dass Sie die Adresse im Zusammenhang mit einem Verkauf erhalten haben und ähnliche eigene Waren oder Dienstleistungen bewerben. Für Anrufe bei Unternehmen reicht nach Absatz 2 Nummer 1 die zumindest mutmaßliche Einwilligung.
Wie das in der Praxis ausgelegt wird, fasst die IHK Köln in ihrem Merkblatt zu Werbung per Telefon, Brief und E-Mail zusammen. Danach genügt der allgemeine Sachbezug zum Angebot des Betriebs nicht für eine mutmaßliche Einwilligung, sondern es braucht konkrete Umstände. E-Mail-Adressen auf Briefkopf oder Visitenkarte sind keine ausdrückliche Einwilligung, auch nicht im Geschäftsverkehr. Schon eine einzelne unerlaubte Werbemail kann unzulässig sein. Der Begriff „elektronische Post“ umfasst laut IHK außerdem SMS, Facebook- und WhatsApp-Nachrichten. Bei Verstößen droht ein Unterlassungsanspruch, den Mitbewerber und qualifizierte Verbände per Abmahnung geltend machen können; die Vertragsstrafe liegt nach der IHK regelmäßig bei mehreren Tausend Euro.
Daneben gilt die DSGVO, sobald Sie personenbezogene Daten wie den Namen einer Ansprechperson verarbeiten. Nach Erwägungsgrund 47 der Datenschutz-Grundverordnung kann die Verarbeitung zum Zweck der Direktwerbung als berechtigtes Interesse gelten. Erwägungsgrund 70 verlangt, dass Betroffene der Direktwerbung jederzeit unentgeltlich widersprechen können und ausdrücklich auf dieses Recht hingewiesen werden. Wenn Sie Daten nicht bei der Person selbst erheben, kommen die Informationspflichten nach Artikel 14 hinzu. Wie Sie das beim E-Mail-Versand umsetzen, zeigt der Beitrag Kalt-E-Mail ohne DSGVO-Verstoß.
Praktische Folge: Planen Sie den Erstkontakt über Telefon mit konkretem Anlass, Brief oder persönliche Besuche, und nutzen Sie E-Mail dort, wo eine Einwilligung vorliegt oder eine Bestandskundenbeziehung besteht.
Kennzahlen
Welche Kennzahlen sollten Sie bei der B2B-Leadgenerierung verfolgen?
Erfassen Sie vom ersten Tag an fünf Zahlen: gefundene Kontakte, erreichte Kontakte, Antworten, Termine und gewonnene Kunden. Jede Zahl steht im Verhältnis zur vorigen, sodass Sie sehen, an welcher Stelle der Prozess Verluste hat.
Gefundene Kontakte: Betriebe auf Ihrer Liste mit mindestens einem funktionierenden, zulässigen Kontaktweg.
Erreichte Kontakte: Wie viele haben tatsächlich einen Anruf, einen Brief oder eine Nachricht erhalten? Eine niedrige Zahl deutet auf Probleme mit Daten oder Erreichbarkeit.
Antworten: Jede Rückmeldung, ob positiv oder negativ. Kommen wenige, liegt es an der Liste oder am ersten Satz.
Termine oder Angebote: Antworten, die zu einem echten Gespräch führten. Wenige davon sprechen für ein Problem bei Angebot oder Bedarf.
Gewonnene Kunden: Nur diese Zahl zahlt Ihre Rechnungen. Teilen Sie Ihre investierte Zeit durch diese Zahl, um zu sehen, was ein Kunde Sie kostet.
Nutzen Sie Ihre eigenen Werte statt Branchendurchschnitten. Durchschnitte stammen von Unternehmen mit anderen Angeboten, Listen und Vertriebsteams und beschreiben selten eine Freiberuflerin, die nur in einer Stadt arbeitet.
Fehler
Welche Fehler kosten bei der B2B-Leadgenerierung am meisten Zeit?
Die häufigsten Fehler sind eine zu breite Zielgruppe, gekaufte veraltete Adresslisten, Standardnachrichten, fehlendes Nachfassen und ein Erstkontakt ohne rechtliche Grundlage. Alle lassen sich vor dem Start günstig beheben.
Zu allgemein. „Alle Unternehmen in Bayern“ ist kein Segment. Eine bestimmte Betriebsart in einer bestimmten Stadt ist eines.
Veraltete Daten. Geschlossene Betriebe und alte Nummern verschwenden Anrufe. Vor- und Nachteile beschreibt der Beitrag Adressen kaufen.
Standardnachricht. Ein erster Satz, der den konkreten Betrieb erwähnt, zeigt, dass Sie recherchiert haben. Eine Vorlage für alle zeigt das Gegenteil.
Kein Nachfassen. Eine einzelne Nachricht reicht selten. Planen Sie mindestens einen zweiten und dritten Kontakt ein, über zulässige Kanäle.
Keine Aufzeichnung. Ohne CRM sprechen Sie denselben Betrieb zweimal an und vergessen Zusagen, etwa Rückrufbitten oder Werbewidersprüche.
Das Werkzeug
Wie unterstützt Vonsel die B2B-Leadgenerierung?
Vonsel übernimmt die Schritte „Liste aufbauen“ und „Ordnen“. Es sammelt Geschäftsergebnisse aus Google Maps, während Sie die Karte erkunden, besucht die verfügbaren Unternehmenswebsites, um veröffentlichte E-Mail-Adressen und zusätzliche Telefonnummern zu finden, und legt die Betriebe auf einer Karte im CRM ab. Was Sie finden, hängt davon ab, was die jeweilige Website veröffentlicht.
Die kostenlose Erfassung umfasst 200 Betriebe pro Monat; KI und Export hängen von Ihrem Tarif ab. Details zu den Tarifen finden Sie auf der Preisseite. Den kompletten Ablauf sehen Sie im Tutorial-Video. Ob eine Adresse für Werbung genutzt werden darf, bleibt Ihre Entscheidung nach den Regeln oben.
Leadgenerierung ist erst ein Listenproblem und dann ein Nachrichtenproblem. Bringen Sie zuerst die richtigen Betriebe vor sich, dann feilen Sie an den Worten.
Fazit
Die Kurzfassung
B2B-Leadgenerierung macht aus Zielunternehmen qualifizierte Gespräche.
Kleine Teams starten am schnellsten mit Outbound auf einer fokussierten lokalen Liste, per Telefon mit Anlass, Brief oder Besuch.
Prüfen Sie die Nische mit Kartentreffern und amtlichen Zahlen und qualifizieren Sie nach Passung, Erreichbarkeit, Zeitpunkt und Entscheidungsbefugnis.
In Deutschland braucht E-Mail-Werbung grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung (§ 7 UWG), auch gegenüber Unternehmen.
Verfolgen Sie fünf Kennzahlen und ändern Sie pro Woche nur eine Sache.
Finden Sie lokale Betriebe mit Vonsel
Suchen Sie in Maps, sammeln Sie veröffentlichte Website-Kontakte und ordnen Sie Ihre Interessenten im CRM. Die kostenlose Erfassung deckt 200 Betriebe pro Monat ab; KI und Export hängen von Ihrem Tarif ab.
B2B-Leadgenerierung heißt, Unternehmen zu finden, die bei Ihnen kaufen könnten, und mit der richtigen Person dort ins Gespräch zu kommen. Ein Lead ist ein Unternehmen oder Kontakt mit erkennbarem Interesse oder passendem Bedarf. Ziel ist ein stetiger Strom qualifizierter Gespräche, nicht eine möglichst lange Adressliste.
Welche Methoden der B2B-Leadgenerierung gibt es?
Die wichtigsten Methoden sind Outbound (Telefon mit konkretem Anlass, Briefe, Vor-Ort-Besuche), Inbound (Inhalte, Suchmaschinenoptimierung, Bewertungen, Empfehlungen) sowie Netzwerke, Messen und Partnerschaften. Outbound liefert schneller Rückmeldungen und lässt Sie die Zielunternehmen selbst wählen. Inbound wächst langsamer, bringt aber Anfragen, die von selbst kommen. Kleine Teams starten meist mit einer fokussierten lokalen Liste.
Wie kommt man ohne Budget an B2B-Leads?
Wählen Sie eine Branche in einer Stadt, bauen Sie die Liste aus öffentlichen Quellen wie Google Maps und Firmenwebsites selbst auf und sprechen Sie die Betriebe mit einem konkreten Anlass an. Ergänzen Sie Empfehlungen Ihrer ersten Kunden und halten Sie alles in einem CRM fest. Für den ersten Test genügen eine kostenlose Datenerfassung, ein Telefon und Ihre Zeit.
Darf ich Unternehmen per E-Mail ohne Einwilligung bewerben?
In der Regel nein. Nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG ist Werbung per elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten eine unzumutbare Belästigung, laut IHK auch im Geschäftsverkehr. Eine E-Mail-Adresse auf der Website oder Visitenkarte gilt nicht als Einwilligung. Ausnahmen regelt § 7 Abs. 3 UWG für Bestandskunden. Das ist keine Rechtsberatung.
Darf ich Unternehmen kalt anrufen?
Gegenüber Unternehmen genügt nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG eine zumindest mutmaßliche Einwilligung. Sie muss auf konkreten Umständen beruhen, etwa einem früheren Geschäftskontakt oder einem erkennbaren Bedarf. Dass Ihr Angebot dem Betrieb allgemein nützlich wäre, reicht laut IHK Köln nicht aus. Bei Verbrauchern ist dagegen stets eine vorherige ausdrückliche Einwilligung nötig.
Wie viele B2B-Leads brauche ich?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, denn sie hängt von Ihrer Antwortquote, Abschlussquote und dem Auftragswert ab. Rechnen Sie rückwärts: Wie viele Neukunden wollen Sie gewinnen, wie viele Gespräche brauchen Sie dafür, und wie viele Kontakte müssen Sie dafür ansprechen? Starten Sie mit 50 bis 100 sauber qualifizierten Kontakten und messen Sie Ihre eigenen Werte.
Welche Quelle eignet sich am besten für lokale B2B-Leads?
Für Betriebe vor Ort wie Praxen, Handwerker, Restaurants oder Kanzleien ist Google Maps meist die vollständigste öffentliche Quelle, weil dort Name, Adresse, Telefonnummer, Website und Bewertung stehen. Ergänzen Sie die Daten mit den Angaben auf der jeweiligen Firmenwebsite, etwa dem Impressum, und prüfen Sie die Marktgröße grob mit den amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamts.
Wie qualifiziert man einen B2B-Lead?
Prüfen Sie vier Kriterien: Passung (richtige Branche, Größe, Lage), Erreichbarkeit (funktionierende Telefonnummer oder zulässiger Kontaktweg), Zeitpunkt (aktueller Anlass wie neuer Standort oder veralteter Webauftritt) und Entscheidungsbefugnis (kann der Kontakt über den Kauf entscheiden?). Vergeben Sie pro Kriterium Punkte, sprechen Sie die besten zuerst an und sortieren Sie Unpassendes aus.