Was Leadgenerierung ist, welche Methoden es gibt und wie Freiberufler, Agenturen und kleine Betriebe in Deutschland einen stetigen Strom lokaler B2B-Leads aufbauen, ohne zu raten.
Leads··11 Min. Lesezeit
Das Wichtigste
Leadgenerierung heißt, Kontakte zu finden und zu erfassen, die kaufen könnten. Sie lohnt sich aber nur, wenn die Leads qualifiziert und in einer Pipeline nachverfolgt werden.
Es gibt zwei Methodenarten: Inbound (Inhalte, Suche, Empfehlungen) und Outbound (Telefon, Besuche, Brief, Anzeigen). Kleine B2B-Teams brauchen meist beide.
Für lokale B2B-Anbieter ist die schnellste Quelle neuer Leads Google Maps in Kombination mit veröffentlichten Website-Kontakten, gefiltert nach Stadt und Branche.
In Deutschland ist E-Mail-Werbung ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung nach § 7 Abs. 2 UWG unzulässig. Telefonwerbung gegenüber Unternehmen setzt zumindest eine mutmaßliche Einwilligung voraus.
Laut Statistischem Bundesamt zählten 2024 rund 3,2 Millionen Unternehmen (99,3 %) zu den kleinen und mittleren Unternehmen. Der Pool möglicher lokaler B2B-Kunden ist also riesig.
Leadgenerierung ist der Prozess, Unternehmen oder Personen zu finden, die sich für Ihr Angebot interessieren könnten, und ihre Kontaktdaten für ein Verkaufsgespräch zu erfassen. Sie verbindet Inbound-Kanäle wie Inhalte und Empfehlungen mit Outbound-Kanälen wie Telefon, Besuch und Anzeigen und endet erst, wenn qualifizierte Leads in einer Pipeline nachverfolgt werden.
Definition
Was ist ein Lead, und was meint Leadgenerierung genau?
Ein Lead ist ein Kontakt mit möglichem Bedarf, Leadgenerierung ist die Arbeit, solche Kontakte systematisch zu finden. Wikipedia beschreibt Leadgenerierung als Begriff aus dem Marketing: Ein Lead ist ein qualifizierter Kontakt mit einem Interessenten, der dem Werbungtreibenden seine Adressdaten für den weiteren Dialog überlässt. Im B2B ist dieser „Interessent“ meist ein Unternehmen mit einer Ansprechperson, die über den Kauf mitentscheidet.
Die meisten Ratgeber beschreiben Leadgenerierung für Softwareanbieter: Landingpages, gesperrte E-Books, Webinare. Das ist nur die eine Seite. Wenn Sie freiberuflich arbeiten, eine kleine Agentur führen oder ein regionaler Dienstleister sind, sind Ihre Leads oft andere lokale Betriebe: eine Zahnarztpraxis in Köln, ein Heizungsbauer in Stuttgart, eine Kanzlei in Hamburg. Diese Firmen haben nie ein Formular ausgefüllt und werden Ihren Blog nicht finden. Für sie bedeutet Leadgenerierung, die Liste selbst aufzubauen. Dieser Leitfaden behandelt beide Ansätze, mit Schwerpunkt auf dem zweiten.
Methoden
Welche Arten der Leadgenerierung gibt es?
Es gibt zwei Grundarten: Inbound, bei dem Interessenten auf Sie zukommen, und Outbound, bei dem Sie zuerst auf sie zugehen. Keine ist grundsätzlich besser. Sie unterscheiden sich in Tempo, Kosten und in der Qualität des Leads beim ersten Kontakt.
Inbound wirkt langsam, aber nachhaltig. Ein hilfreicher Artikel, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil oder ein stetiger Strom an Empfehlungen bringen auch dann noch Anfragen, wenn die eigentliche Arbeit längst erledigt ist. Bis dahin können Monate vergehen. Outbound funktioniert umgekehrt: Sie wählen die Zielkunden aus, bestimmen das Volumen und erhalten nach wenigen Tagen erste Reaktionen. Weil jeder Kontakt zunächst fremd ist, entscheiden Passgenauigkeit und Listenqualität über den Erfolg. Mehr dazu steht im Beitrag über Outbound-Vertrieb.
Methode
Wer macht den ersten Schritt?
Tempo bis zum ersten Lead
Wovon sie abhängt
Eignet sich vor allem für
Inhalte und SEO
Der Käufer
Langsam, oft Monate
Nützliche Seiten, die zu echten Suchanfragen passen
Angebote, über die sich Menschen vor dem Kauf informieren
Empfehlungen und Partnerschaften
Eine dritte Person
Mittel
Zufriedene Bestandskunden und gepflegte Beziehungen
Dienstleister mit gutem lokalem Ruf
Bezahlte Anzeigen
Der Käufer nach dem Anzeigenkontakt
Schnell, endet mit dem Budget
Budget, Zielgruppenauswahl und eine gute Landingpage
Angebote mit klarem, auffindbarem Bedarf
Telefon und Besuch vor Ort
Sie
Schnell
Passende Liste, kurzer Gesprächsleitfaden und rechtliche Vorprüfung
Lokale Betriebe mit öffentlicher Telefonnummer und Adresse
E-Mail mit Einwilligung
Sie, nach Zustimmung
Mittel
Eingeholte Einwilligung oder Bestandskundenbeziehung
Newsletter, Bestandskunden, Interessenten aus Inbound-Kanälen
Veranstaltungen und Webinare
Gemischt
Mittel
Eine Zielgruppe, für die sich ein Termin lohnt
Erklärungsbedürftige oder höherpreisige Angebote
Erstellen Sie in Minuten eine Leadliste aus Google Maps
Suchen Sie in Maps, sammeln Sie veröffentlichte Website-Kontakte und ordnen Sie Ihre Interessenten im CRM.
Leadgenerierung ist ein Kreislauf aus sechs Schritten: Zielgruppe festlegen, Kanal wählen, Liste aufbauen, qualifizieren, ansprechen und auswerten. Der letzte Schritt speist den ersten, denn die Antworten zeigen, welches Segment und welche Botschaft mehr Aufmerksamkeit verdienen.
Zielgruppe festlegen. Formulieren Sie sie in einem Satz: Branche, Region und ein Anlass, der den Bedarf an Ihrer Leistung zeigt. „Unabhängige Zahnarztpraxen in Köln ohne Online-Terminbuchung“ ist brauchbar. „Kleine Unternehmen“ ist es nicht.
Ein oder zwei Kanäle wählen. Als Einzelkämpfer können Sie nicht gleichzeitig SEO, Anzeigen, Telefon und Events betreuen. Beginnen Sie dort, wo Ihre Zielgruppe ohnehin erreichbar ist.
Liste aufbauen. Erfassen Sie pro Treffer Name, Adresse, Telefonnummer, Website, Bewertung und, falls veröffentlicht, die geschäftliche E-Mail-Adresse. Hier scheitern die meisten lokalen B2B-Kampagnen. Das Werkzeug entscheidet mit über die Wirtschaftlichkeit.
Qualifizieren. Sortieren Sie ungeeignete Betriebe aus und bewerten Sie die übrigen. Den Unterschied zwischen Lead und bearbeitetem Interessenten erklärt der Beitrag Lead, Interessent oder Kunde, eine Bewertungsmethode beschreibt Lead-Scoring.
Ansprechen. Schreiben oder sagen Sie wenig, aber mit einer wahren, konkreten Beobachtung zum Betrieb. Eine klare Frage wirkt besser als ein Verkaufsvortrag.
Auswerten. Halten Sie Kontakte, Antworten, Termine und Abschlüsse fest. Vergleichen Sie nach einer Woche die Segmente und streichen Sie die, die nichts gebracht haben.
Weitere Taktiken jenseits lokaler Listen finden Sie im Überblick Leads generieren.
Zielgruppe
Welche Methode passt zu Freiberuflern, Agenturen und kleinen Unternehmen?
Der Kanal richtet sich nach Ihren Einschränkungen. Freiberufler sind durch Zeit begrenzt, Agenturen durch gleichmäßiges Auftragsvolumen, kleine Betriebe durch Budget und lokalen Ruf. Die Tabelle nennt für jede Gruppe einen sinnvollen ersten Schritt.
Wenn Sie ... sind
Hauptengpass
Starten Sie mit
Warum
Freiberufler oder Berater
Zeit
Einer kleinen, handverlesenen Liste von 30 bis 50 lokalen Betrieben und persönlichen Anrufen
Sie können jede Ansprache individuell gestalten und schnell lernen, ohne ein ganzes Werkzeugarsenal zu brauchen.
Agentur
Gleichmäßiges Volumen
Wiederholbaren Listen nach Nische und Stadt, dazu Fallbeispiele als Inhalte
Mit wiederholbaren Listen testen Sie eine Nische nach der anderen und halten die Pipeline gefüllt.
Handwerksbetrieb oder lokaler Anbieter
Budget und Reichweite
Empfehlungen, einem vollständigen Google-Unternehmensprofil und lokalem Outbound
Ihr Ruf ist lokal, also wirken lokale Referenzen und lokale Listen am besten.
Lokales B2B
Wie entstehen lokale B2B-Leads über Google Maps?
Suchen Sie in Google Maps nach einem Branchentyp in einer Stadt, erfassen Sie alle Treffer, ergänzen Sie die auf den Websites veröffentlichten Kontaktdaten und sortieren Sie die Liste nach sichtbaren Kriterien. Das ist der direkteste Weg von der Frage „Wer ist in diesem Gebiet aktiv?“ zu einer brauchbaren Liste.
Der Pool ist groß. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts zählten 2024 rund 3,2 Millionen Unternehmen in Deutschland, das sind 99,3 %, zu den kleinen und mittleren Unternehmen. Ein Großteil davon sind lokale Betriebe wie Arztpraxen, Handwerker, Restaurants oder Steuerkanzleien. Die meisten reagieren nicht auf Content-Marketing, sind aber erreichbar, weil sie Telefonnummer, Adresse und oft eine Website veröffentlichen.
Die Größenklassen der Statistik helfen bei der Zielgruppenwahl, weil sie zeigen, wen Sie ansprechen:
Größenklasse
Beschäftigte
Jahresumsatz
Was das für Ihre Liste heißt
Kleinstunternehmen
bis 9
bis 2 Mio. Euro
Meist kleine Praxen, Werkstätten und Läden: kurze Wege, aber wenig Zeit für Gespräche
Kleine Unternehmen
bis 49
bis 10 Mio. Euro
Etablierte Betriebe, bei denen Ansprechpartner oft erst gefunden werden müssen
Mittlere Unternehmen
bis 249
bis 50 Mio. Euro
Mehr Beteiligte am Einkauf, daher längere Entscheidungswege
Großunternehmen
über 249
über 50 Mio. Euro
Selten Ziel lokaler Listen, meist eigener Vertriebsprozess
Google Maps liefert keine geschäftlichen E-Mail-Adressen. Deshalb braucht es zwei Schritte: Zuerst erfassen Sie die Betriebe mit ihren öffentlichen Daten, dann besuchen Sie die einzelnen Websites und lesen die dort veröffentlichten E-Mail-Adressen und weiteren Telefonnummern aus. Erst dieser zweite Schritt macht aus einem Verzeichnis eine Liste, mit der Sie arbeiten können. Danach filtern Sie nach Kriterien wie Bewertung, Anzahl der Rezensionen und fehlender Website und wissen, wen Sie zuerst ansprechen.
Vonsel bildet diesen Ablauf in Chrome ab. Sie suchen in Google Maps und klicken auf „Start“. Während Sie die Karte erkunden, werden die Geschäftsergebnisse erfasst, die verfügbaren Firmenwebsites besucht, um veröffentlichte E-Mail-Adressen, zusätzliche Telefonnummern und Links zu unterstützten sozialen Netzwerken zu finden, und alles landet auf einer Karte im CRM. Was Sie finden, hängt vom Inhalt der jeweiligen Website ab. Wenn Sie das Ergebnis vorher sehen möchten, schauen Sie sich das Tutorial-Video an, und was in den einzelnen Paketen steckt, steht auf der Preisseite.
Qualität
Woran erkennt man einen guten Lead?
Ein guter Lead passt zu Ihrem Zielprofil, ist über einen echten Kanal erreichbar und zeigt einen Anlass für Interesse. Alles andere ist Masse ohne Wert. Qualifizieren heißt, diese drei Kriterien schriftlich festzulegen und anzuwenden, bevor irgendjemand eine Nachricht erhält.
Passung: die richtige Branche, der richtige Standort und die passende Größe für Ihr Angebot.
Erreichbarkeit: eine funktionierende Telefonnummer, eine veröffentlichte E-Mail-Adresse oder eine sichtbare Adresse, die Sie ansteuern können.
Signal: etwas Beobachtbares, etwa eine verbesserungsfähige Bewertung, eine fehlende Website, wenige Fotos oder viele Rezensionen, die auf einen gut besuchten Betrieb hindeuten.
Eine Zeile in Maps zeigt Ruf und Präsenz, nicht Budget oder Kaufabsicht. Nutzen Sie die Signale, um zu entscheiden, wen Sie zuerst ansprechen und was Sie sagen. Teams mit festem Prozess vergeben Punkte je Signal, das beschreibt der Beitrag zum Lead-Scoring.
Das Ziel sind nicht mehr Leads, sondern mehr Gespräche mit den richtigen Betrieben. Eine Liste mit 50 gut passenden lokalen Firmen schlägt 5.000 Zeilen, die niemand geprüft hat.
Kaufen oder bauen
Sollten Sie Leads kaufen oder eine eigene Liste aufbauen?
Bauen Sie Ihre Listen nach Möglichkeit selbst und kaufen Sie höchstens zum Testen. Gekaufte Dateien sind schnell da, können aber an viele Käufer verkauft worden sein, sind oft veraltet und enthalten selten Kontext zu den einzelnen Betrieben. Eine Liste aus aktuellen Quellen braucht mehr Einrichtung, liefert aber frischere Daten und erlaubt eine persönliche Ansprache.
Wenn Sie abwägen, zeigt der Beitrag zum Thema Adressen kaufen die Vor- und Nachteile. Egal wofür Sie sich entscheiden: Testen Sie zuerst mit einer kleinen Menge und messen Sie, wie viele Kontakte erreichbar sind und wie viele antworten, bevor Sie hochskalieren.
Recht
Was erlauben UWG und DSGVO bei Kaltakquise per E-Mail und Telefon?
In Deutschland gilt für Werbung per E-Mail ein Einwilligungserfordernis, auch gegenüber Unternehmen, und für Telefonwerbung gegenüber Unternehmen zumindest die mutmaßliche Einwilligung. Das regelt § 7 UWG über unzumutbare Belästigungen. Die folgenden Angaben sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung.
Kanal
Was § 7 UWG sagt
Praktische Folge
E-Mail
Werbung mit elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten ist stets eine unzumutbare Belästigung (Abs. 2 Nr. 2).
Kalte Werbe-Mails an Firmenadressen sind riskant. Ausnahme in Abs. 3 für Bestandskunden bei ähnlichen eigenen Produkten, mit Widerspruchshinweis.
Telefon gegenüber Verbrauchern
Vorherige ausdrückliche Einwilligung nötig (Abs. 2 Nr. 1).
Für Privatpersonen keine Kaltanrufe.
Telefon gegenüber Unternehmen
Zumindest mutmaßliche Einwilligung des sonstigen Marktteilnehmers nötig (Abs. 2 Nr. 1).
Ob sie vorliegt, ist eine Einzelfallfrage: Anlass, Branche und Angebot vorher prüfen.
Jede Werbenachricht
Absender darf nicht verschleiert werden, und es braucht eine gültige Adresse für den Widerspruch (Abs. 2 Nr. 3).
Klare Absenderangabe und eine einfache Möglichkeit, weitere Nachrichten abzulehnen.
Daneben gilt die DSGVO, sobald Sie personenbezogene Daten wie den Namen oder die E-Mail-Adresse einer Ansprechperson verarbeiten. Nach Erwägungsgrund 47 kann die Verarbeitung zum Zwecke der Direktwerbung als einem berechtigten Interesse dienend betrachtet werden. Zugleich verlangt Erwägungsgrund 70, dass betroffene Personen jederzeit und unentgeltlich der Verarbeitung für Direktwerbung widersprechen können und ausdrücklich auf dieses Recht hingewiesen werden. Beide finden Sie im Text der Datenschutz-Grundverordnung.
Daraus folgt für die Praxis: Führen Sie eine Sperrliste, sprechen Sie niemanden an, der widersprochen hat, und schreiben Sie nur so, dass der Bezug zum jeweiligen Betrieb erkennbar ist. Wie Sie dabei Schritt für Schritt vorgehen, erklärt der Beitrag Cold E-Mail ohne Verstoß gegen die DSGVO. Besuche vor Ort und Briefe fallen nicht unter die Fälle in § 7 Abs. 2 Nr. 1 und 2 UWG, aber auch dort gilt das allgemeine Verbot unzumutbarer Belästigung aus Abs. 1.
Nächster Schritt
Was sollten Sie diese Woche konkret tun?
Wählen Sie eine Nische und eine Stadt, bauen Sie eine Liste mit etwa 50 Betrieben auf, qualifizieren Sie sie und sprechen Sie eine erste kleine Gruppe an, zum Beispiel per Telefon oder bei einem Besuch. Werten Sie die Reaktionen aus, bevor Sie die nächste Gruppe kontaktieren.
Wenn Sie das manuelle Kopieren überspringen möchten, zeigt Ihnen das Extraktions-Tutorial, wie die Erfassung in wenigen Minuten gelingt. Vonsel speichert Liste, Karte und Ihre Nachfassaktionen in einem CRM.
Finden Sie lokale Betriebe mit Vonsel
Suchen Sie in Maps, sammeln Sie veröffentlichte Website-Kontakte und ordnen Sie Ihre Interessenten im CRM.
Leadgenerierung ist der Prozess, Unternehmen oder Personen zu finden, die sich für Ihr Angebot interessieren könnten, und ihre Kontaktdaten für ein Verkaufsgespräch zu erfassen. Ein Lead ist ein Kontakt mit möglichem Bedarf. Zum Kunden wird er erst, wenn Sie ihn qualifiziert, angesprochen und in einer nachvollziehbaren Pipeline weiterverfolgt haben.
Welche Arten der Leadgenerierung gibt es?
Es gibt zwei Grundarten: Inbound und Outbound. Inbound zieht Interessenten über Inhalte, Suchmaschinenoptimierung, Empfehlungen und Veranstaltungen an. Outbound startet das Gespräch selbst, etwa per Telefon, Besuch, Brief oder Anzeige. Kleine B2B-Teams kombinieren meist beides: Outbound liefert schnell erste Gespräche, Inbound baut langfristig Sichtbarkeit auf.
Wie läuft Leadgenerierung Schritt für Schritt ab?
Definieren Sie die Zielgruppe, wählen Sie einen oder zwei Kanäle, bauen Sie eine Liste passender Kontakte auf, qualifizieren Sie sie nach einfachen Kriterien, sprechen Sie sie mit einer relevanten Nachricht an und protokollieren Sie jede Reaktion im CRM. Danach werten Sie aus, welches Segment und welche Botschaft die meisten Antworten gebracht haben, und wiederholen den Zyklus.
Wie gewinne ich Leads für ein lokales B2B-Unternehmen?
Suchen Sie in Google Maps nach einem Branchentyp in einer Stadt, zum Beispiel Zahnarztpraxen in Köln oder SHK-Betriebe in Stuttgart, und erfassen Sie die Ergebnisse. Ergänzen Sie veröffentlichte Kontaktdaten von den Firmenwebsites, filtern Sie nach Bewertung, Rezensionen und fehlender Website und sprechen Sie zuerst die passendsten Betriebe an. Ein Extraktionswerkzeug spart dabei Stunden an Kopierarbeit.
Ist Kaltakquise per E-Mail und Telefon in Deutschland erlaubt?
Nur eingeschränkt. Nach § 7 Abs. 2 UWG ist Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten stets eine unzumutbare Belästigung. Telefonwerbung gegenüber anderen Marktteilnehmern als Verbrauchern setzt zumindest eine mutmaßliche Einwilligung voraus. Beide Kanäle sollten Sie vorab prüfen oder rechtlich klären lassen. Dies ist keine Rechtsberatung.
Was ist der Unterschied zwischen einem Lead und einem Interessenten?
Ein Lead ist jeder Kontakt, der grundsätzlich an Ihrem Angebot interessiert sein könnte. Ein Interessent ist ein qualifizierter Lead: Er passt zu Ihrem Zielprofil, ist erreichbar und hat einen erkennbaren Anlass zu kaufen. Leadgenerierung füllt den oberen Teil des Vertriebstrichters, die Qualifizierung macht aus Leads die Interessenten, in die sich Vertriebszeit lohnt.
Sollte ich Leads kaufen oder eine eigene Liste aufbauen?
Gekaufte Dateien sind schnell verfügbar, können aber an viele Käufer verkauft worden und veraltet sein. Eine eigene Liste aus aktuellen Quellen wie Google Maps braucht etwas mehr Aufwand, liefert aber frischere Daten, Kontext zu jedem Betrieb und eine Auswahl, die so kein Mitbewerber hat. Testen Sie gekaufte Daten höchstens in kleinen Mengen.
Quellen
Leadgenerierung (Wikipedia): Definition von Leadgenerierung und Lead als Kontakt mit einem Interessenten, der seine Adressdaten für den Dialog überlässt.