Verkaufsautomaten aufstellen:So finden Sie Standorte, die „Ja“ sagen
Welche Betriebe sich als Gastgeber eignen, wie Sie aus einer Kartensuche eine Liste mit Namen und Telefonnummern machen, wie Sie jeden Standort prüfen und ansprechen und welche deutschen Regeln Sie vor dem ersten Automaten kennen sollten.
Anwendungsfälle··12 Minuten Lesezeit
Wichtigste Erkenntnisse
Gute Standorte haben Stammpublikum und wenig Verpflegung in der Nähe: Fitnessstudios, Logistikzentren, Praxen, Werkstätten, Waschsalons, Wohnanlagen und Hotels.
Google Maps macht aus einer Betriebsart eine Liste mit Namen: Sie suchen je Stadt eine Kategorie, erfassen Name, Telefon, Website und Adresse und sortieren nach Öffnungszeiten und Größe.
Die kostenlose Vonsel-Erweiterung erfasst 200 Unternehmen pro Monat, genug für eine erste Zielliste in einem Gebiet.
In Deutschland gilt: Automatenaufstellung nach § 14 GewO anzeigen, Name und Anschrift am Automaten anbringen und Lebensmittelautomaten bei der Lebensmittelüberwachung melden.
Telefon und E-Mail sind heikel: § 7 UWG verlangt bei Telefonwerbung gegenüber Unternehmen zumindest eine mutmaßliche Einwilligung, bei E-Mail eine vorherige ausdrückliche.
Wie findet man Standorte, um Verkaufsautomaten aufzustellen? Suchen Sie in Google Maps stadtteilweise nach Betrieben mit langen Aufenthaltszeiten, etwa Fitnessstudios, Logistikzentren, Praxen und Werkstätten. Erfassen Sie Name, Telefon, Website und Adresse, prüfen Sie Öffnungszeiten und Größe und sprechen Sie die Inhaberin oder den Inhaber mit einem schriftlichen Angebot an. Halten Sie jeden Kontakt in einem CRM fest.
Standorte
Welche Betriebe eignen sich als Standort, um Verkaufsautomaten aufzustellen?
Am besten eignen sich Betriebe, in denen Menschen regelmäßig und lange genug bleiben, um Hunger oder Durst zu bekommen, und in deren Nähe es wenig Alternativen gibt. Das trifft auf Fitnessstudios, Logistikzentren, Praxen, Werkstätten, Waschsalons, Wohnanlagen und Hotels zu. Entscheidend sind wiederkehrende Besucher und feste Schichten. Ein einmaliger Andrang zählt weniger.
Ein weiterer Grund für private Gastgeber: Öffentlicher Raum scheidet in vielen Städten aus. Die Stadt München schreibt zum Beispiel, dass öffentliche Straßen, Wege, Plätze und Fußgängerzonen als Aufstellort für Verkaufsautomaten nicht in Frage kommen (siehe Hinweise der Stadt München zum Aufstellen von Verkaufsautomaten). Ob das bei Ihnen genauso ist, klärt das Ordnungs- oder Gewerbeamt vor Ort. Die Tabelle ordnet jeder Betriebsart eine Suchanfrage für Google Maps zu und nennt den ersten Prüfpunkt.
Standorttyp
Warum er passt
Beispielsuche in Google Maps
Zuerst prüfen
Fitnessstudios
Lange Aufenthalte, Getränke und Eiweißsnacks passen zum Training.
Fitnessstudio Leipzig
Gibt es schon eine Theke oder einen Automaten?
Logistikzentren und Lager
Schichtarbeit, oft wenig Verpflegung in der Nähe.
Logistikzentrum Hannover
Schichtzeiten und Personal pro Schicht
Arztpraxen und Kliniken
Patientinnen, Patienten und Personal warten lange.
Medizinisches Versorgungszentrum Dortmund
Ob die Betreiber Vorgaben zum Sortiment machen
Kfz-Werkstätten und Reifenhändler
Kundschaft wartet, während das Fahrzeug bearbeitet wird.
Autowerkstatt Stuttgart
Kundenzahl pro Tag
Waschsalons
Lange Verweildauer und Inhaber, die schnell entscheiden.
Waschsalon Berlin Neukölln
Öffnungszeiten und Personal vor Ort
Wohnanlagen
Bewohnerinnen und Bewohner sind rund um die Uhr da.
Hausverwaltung Hamburg
Ob die Hausverwaltung Aufstellungen genehmigt
Hotels und Pensionen
Gäste fragen spät abends nach Snacks und Getränken.
Hotel Köln
Wem gehören Foyer und Vertrag?
Meiden Sie Standorte mit Exklusivvertrag für einen anderen Aufsteller und Betriebe, die zu klein sind, um einen Automaten zu tragen. Für Fitnessstudios gibt es eine eigene Anleitung, wie Sie Fitnessstudios aus Google Maps auslesen. Andere Selbstbedienungsstandorte funktionieren ähnlich, wie unser Beitrag zum Aufstellen von Geldautomaten zeigt.
Aus einer Stadt eine Zielliste machen
Suchen Sie in Maps, erfassen Sie die Ergebnisse mit der Vonsel-Erweiterung und führen Sie Ihre Kontakte in einem CRM mit Karte. Die kostenlose Extraktion umfasst 200 Unternehmen pro Monat, KI und Export hängen vom Tarif ab.
Wie erstellt man mit Google Maps eine Liste möglicher Standorte?
Sie suchen in einem begrenzten Gebiet nach einer Betriebsart, erfassen alle Treffer samt Kontaktdaten und wiederholen das für jede weitere Betriebsart. Das Ergebnis ist eine Tabelle mit Name, Adresse, Telefonnummer, Website und Bewertung, die Sie sortieren, filtern und ergänzen können.
Wählen Sie ein Gebiet, das Sie an einem Tag abfahren können. Zum Beispiel einen Stadtteil oder den Ring um eine Mittelstadt. Automaten in kurzer Distanz lassen sich schneller befüllen und warten.
Suchen Sie immer nur eine Betriebsart. Geben Sie zuerst „Logistikzentrum Hannover“ ein, dann „Fitnessstudio Hannover“ und danach „Waschsalon Hannover“. Wer Arten mischt, bekommt eine unübersichtliche Liste.
Erfassen Sie die Ergebnisse. Die kostenlose Vonsel Chrome-Erweiterung liest eine normale Google-Maps-Suche aus und speichert Name, Telefonnummer, Website und Adresse jedes Betriebs samt Bewertungsdaten.
Suchen Sie die Ansprechperson. Notieren Sie, wo vorhanden, die auf der Website veröffentlichten Kontaktdaten, damit Sie die Inhaberin, den Inhaber oder die Betriebsleitung erreichen und nicht nur die Zentrale.
Erweitern Sie die Liste später. Sie können zu derselben Erfassung zurückkehren und weitere Ergebnisse oder einen anderen Stadtteil ergänzen.
Sie können kostenlos starten und später entscheiden, ob Sie mehr brauchen. Auf der Preisseite sehen Sie, was die einzelnen Tarife über die kostenlose Extraktion hinaus bieten.
Prüfung
Wie prüft man einen Standort, bevor man anruft?
Sie prüfen einen Standort, indem Sie die Angaben aus dem Maps-Eintrag lesen und sie im Gespräch mit der Betriebsleitung bestätigen lassen. Google Maps zeigt keine genaue Besucherzahl. Behandeln Sie jede Angabe deshalb als Hinweis, nicht als Tatsache, und klären Sie sie telefonisch oder vor Ort.
Signal im Eintrag
Was es andeutet
Wie Sie es bestätigen
Öffnungszeiten
Lange oder durchgehende Zeiten bedeuten mehr mögliche Verkaufsstunden.
Fragen Sie, wann die Stoßzeit oder die stärkste Schicht ist.
Zahl der Bewertungen
Grober Hinweis auf das Publikum, keine Personenzählung.
Fragen Sie, wie viele Personen an einem normalen Tag vor Ort sind.
Kategorie und Name
Die Filiale einer Kette braucht womöglich die Zustimmung der Zentrale.
Fragen Sie, wer Aufstellverträge unterschreibt.
Website und Telefonnummer
Zeigen den schnellsten Weg zu einer Entscheiderin oder einem Entscheider.
Suchen Sie Inhaber oder Ansprechperson für den Standort.
Fotos und Street View
Zeigen freie Stellfläche, Wartebereich oder einen vorhandenen Automaten.
Besuchen Sie den Ort einmal und prüfen Sie Platz und Steckdose.
Adresscluster auf der Karte
Mehrere nahe Standorte ergeben eine kurze Servicetour.
Gruppieren Sie die Kontakte nach Zone, bevor Sie anrufen.
Stellen Sie im ersten Gespräch vier Fragen: Wie viele Personen sind an einem normalen Tag vor Ort? Zu welchen Zeiten? Gibt es schon einen Automaten oder eine Kantine? Und wer entscheidet über die Aufstellung? Mit diesen Antworten wissen Sie, ob sich ein zweites Gespräch lohnt. Wie Sie die Stoßzeiten eines Betriebs vorab einschätzen, zeigt der Beitrag zu Öffnungszeiten aus Google Maps.
Ansprache
Mit wem sprechen Sie, und wie stellen Sie Ihr Angebot vor?
In kleinen Betrieben sprechen Sie mit der Inhaberin oder dem Inhaber. In größeren Häusern ist es meist die Betriebsleitung, das Facility Management oder die Hausverwaltung. Sagen Sie gleich, was Sie übernehmen und was nicht: Automat, Befüllung, Wartung und Reparaturen liegen bei Ihnen, der Gastgeber stellt nur die Fläche.
Die erste Nachricht sollte kurz und auf den Ort zugeschnitten sein. Ein Besuch zu einer ruhigen Zeit funktioniert oft bei Waschsalons, Werkstätten und Fitnessstudios, weil die Entscheider meist vor Ort sind. Falls nicht, lesen Sie, wie Sie die Inhaber statt der Rezeption erreichen. Zum Thema Anrufe und E-Mails gleich mehr im Abschnitt zu den Akquise-Regeln.
Ein Einstieg, der funktioniert: „Ich betreibe Verkaufsautomaten in der Gegend und suche noch einen Standort in Ihrer Nähe. Aufstellung, Befüllung und Service übernehme ich, Sie stellen nur die Fläche. Darf ich Ihnen diese Woche kurz zeigen, was ich mir vorstelle?“
Bieten Sie bei Zögern eine Probezeit an und vereinbaren Sie, was passiert, wenn der Automat nicht läuft. Ein klarer Ausstieg senkt das Risiko für den Gastgeber und erleichtert die Zusage.
Vertrag
Was gehört in einen Aufstellvertrag für Verkaufsautomaten?
Ein Aufstellvertrag sollte schriftlich sein und Fläche, Vergütung, Laufzeit und Ausstieg regeln. Mündliche Absprachen halten oft nicht, wenn Betreiber oder Ansprechperson wechseln. Lassen Sie Ihre Vorlage von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt prüfen, bevor Sie sie mehrfach verwenden.
Aufstellort: genauer Platz, Zugang zu einer Steckdose und eventuelle Platzvorgaben.
Geld: ob der Gastgeber eine Umsatzbeteiligung, eine Pauschale oder nichts erhält, und wann abgerechnet wird.
Laufzeit und Ausstieg: wie lange der Vertrag läuft, wie beide Seiten kündigen und wie lange Sie Zeit haben, den Automaten abzuholen.
Exklusivität: ob auf dem Gelände weitere Automaten derselben Art stehen dürfen.
Service und Zugang: Befülltage, Zeiten und Ansprechperson bei Störungen.
Haftung und Versicherung: wer Schäden, Diebstahl und Produktmängel trägt.
Eine Standardaufteilung zwischen Aufsteller und Gastgeber gibt es nicht. Verhandeln Sie sie je Standort und vermerken Sie das Ergebnis im CRM beim jeweiligen Kontakt.
Recht in Deutschland
Was müssen Sie in Deutschland klären, bevor der erste Automat steht?
Drei Dinge gehören an den Anfang: die Gewerbeanzeige, die Kennzeichnung am Automaten und bei Lebensmitteln die Meldung bei der Lebensmittelüberwachung. Die Tabelle fasst zusammen, was die verlinkten Quellen dazu sagen, und ersetzt keine Beratung durch Ihr Gewerbeamt oder Ihre Anwältin.
Pflicht
Was gilt
Quelle
Gewerbeanzeige
Wer die Aufstellung von Automaten jeder Art als selbstständiges Gewerbe betreibt, muss die Anzeige bei der zuständigen Behörde seiner Hauptniederlassung erstatten.
Familienname mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen, ladungsfähige Anschrift und Anschrift der Hauptniederlassung müssen sichtbar angebracht werden. Bei eingetragener Firma gilt die Firma.
Automatenbetreiber sind Lebensmittelunternehmer und müssen sich bei der für den Standort zuständigen Behörde melden, auch wenn der Betrieb schon gemeldet ist.
Hygienevorschriften stehen in Anhang II Kapitel III der Verordnung (EG) Nr. 852/2004. Wichtig sind Temperaturkontrolle, Reinigung und das Prüfen von Mindesthaltbarkeitsdaten.
Das Merkblatt stammt aus Baden-Württemberg und trägt den Stand März 2022. Zuständige Behörde und Meldeformular unterscheiden sich je nach Bundesland, fragen Sie also beim Amt Ihres Standorts nach. Wer kühlpflichtige Ware verkauft, sollte die Temperatur im Automaten nach der Vorgabe des Herstellers des empfindlichsten Produkts einstellen. Das empfiehlt das Merkblatt ausdrücklich.
Akquise-Regeln
Dürfen Sie Betriebe anrufen oder anschreiben, um einen Standort zu bekommen?
Nur eingeschränkt. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb unterscheidet nach Kanal, und die Regeln gelten auch gegenüber Unternehmen. Dies sind allgemeine Hinweise und keine Rechtsberatung.
Telefon: Nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG ist ein Anruf gegenüber einem sonstigen Marktteilnehmer ohne dessen zumindest mutmaßliche Einwilligung eine unzumutbare Belästigung. Ob eine mutmaßliche Einwilligung vorliegt, hängt vom Einzelfall ab.
E-Mail: Nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG gilt Werbung per elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten als unzumutbare Belästigung. Die Ausnahme in Absatz 3 betrifft Adressen, die Sie im Zusammenhang mit einem Verkauf an Kunden erhalten haben, und greift bei Erstkontakten in der Regel nicht.
Vor Ort: Die beiden Regeln betreffen Telefon und E-Mail. Der Besuch während der Geschäftszeiten ist deshalb der naheliegende Weg zu Waschsalons, Werkstätten und Fitnessstudios.
Seien Sie vorsichtig bei Anbietern, die gegen Geld Standorte versprechen. Die Eigenrecherche kostet Zeit, aber keine Vermittlungsgebühr, und sie liefert Ihnen Betriebe, die Sie selbst kennenlernen. Für Deutschland können wir hier keine eigene Offenlegungspflicht für solche Anbieter belegen, deshalb gilt: Prüfen Sie selbst, bevor Sie zahlen.
Verlangen Sie die konkreten Namen und Adressen der Betriebe, nicht nur ein allgemeines Versprechen.
Rufen Sie mindestens einen dieser Betriebe an und fragen Sie, ob das Angebot tatsächlich vorliegt.
Lassen Sie sich jede Umsatzzahl schriftlich begründen und fragen Sie nach Kunden, mit denen Sie sprechen dürfen.
Zahlen Sie nicht im Voraus, bevor Sie einen unterschriebenen Aufstellvertrag mit dem Betrieb in der Hand haben.
Nachfassen
Wie bleiben Sie dran, bis ein Automat steht?
Sie bleiben dran, indem Sie jeden Kontakt protokollieren, für jeden Standort den nächsten Schritt festlegen und die Betriebe auf einer Karte nach Zonen gruppieren. Weil die meisten Betriebe beim ersten Kontakt nicht zusagen, ist ein fester Nachfass-Rhythmus wichtiger als die perfekte erste Nachricht.
Geben Sie jedem Kontakt einen Status: nicht kontaktiert, kontaktiert, Besuch vereinbart, Vertrag verschickt, abgeschlossen oder abgelehnt. Notieren Sie Ansprechperson, Arbeitszeiten und die Antwort auf die Frage nach einem vorhandenen Automaten. Das Vonsel-CRM zeigt Ihre Kontakte auf einer Karte, sodass Sie sehen, welche Gruppe für eine Servicetour bereit ist. Wenn Sie aus Name und Adresse einen genauen Ort machen müssen, hilft der Beitrag, wie Sie Adressen aus Google Maps extrahieren.
Ist eine Zone voll, wiederholen Sie den Ablauf in der nächsten. Ein wiederholbares Verfahren zum Finden, Prüfen und Verfolgen von Standorten zählt mehr als jeder einzelne Glückstreffer.
Bauen Sie diese Woche Ihre erste Standortliste
Wählen Sie eine Stadt, suchen Sie eine Betriebsart, erfassen Sie die Ergebnisse und beginnen Sie mit der Prüfung. Die Erweiterung sammelt die Daten, Sie entscheiden, wen Sie zuerst anrufen oder besuchen. Die kostenlose Extraktion umfasst 200 Unternehmen pro Monat.
Der beste Standort ist nicht der belebteste. Es ist der, den Sie benennen, erreichen und beliefern können.
Häufig gestellte Fragen
Wie finde ich Standorte für Verkaufsautomaten in meiner Nähe?
Suchen Sie in Google Maps in Ihrer Stadt jeweils nach einer Betriebsart, zum Beispiel Fitnessstudio, Logistikzentrum, Arztpraxis oder Waschsalon, und speichern Sie Name, Adresse, Telefonnummer und Website. Prüfen Sie Öffnungszeiten und Größe, sprechen Sie dann die Inhaberin oder den Inhaber mit einem kurzen, konkreten Angebot an und halten Sie jeden Kontakt in einem CRM fest, bis ein Vertrag unterschrieben ist.
Welche Standorte eignen sich am besten für Verkaufsautomaten?
Am besten eignen sich private Betriebe, in denen sich Menschen regelmäßig und länger aufhalten und in der Nähe wenig Verpflegung finden: Fitnessstudios, Logistikzentren, Praxen, Werkstätten, Waschsalons, Wohnanlagen und Hotels. Wiederkehrende Besucher zählen mehr als ein einmaliger Andrang. Fragen Sie vor der Zusage immer nach, wie viele Personen tatsächlich an einem normalen Tag vor Ort sind.
Muss ich dem Standortgeber etwas zahlen, damit ich einen Automaten aufstellen darf?
Dafür gibt es keine feste Regel. Manche Betriebe verlangen eine Umsatzbeteiligung, andere eine monatliche Pauschale, wieder andere nichts. Das hängt von Lage, Besucherzahl und Konkurrenzangeboten ab. Halten Sie die Vereinbarung schriftlich fest und regeln Sie darin auch Laufzeit, Exklusivität, Zugang für den Service und Kündigung. Lassen Sie Ihre Vorlage von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt prüfen.
Brauche ich ein Gewerbe, um Verkaufsautomaten aufzustellen?
Ja, wer Automaten jeder Art als selbstständiges Gewerbe aufstellt, muss das nach § 14 GewO bei der zuständigen Behörde anzeigen, und zwar bei der Behörde der Hauptniederlassung. Am Automaten müssen außerdem Ihr Name mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen, eine ladungsfähige Anschrift und die Anschrift der Hauptniederlassung sichtbar angebracht sein. Bei im Handelsregister eingetragenen Firmen gilt die Firma.
Muss ich Lebensmittelautomaten bei einer Behörde melden?
Ja. Laut Merkblatt des Landeskontrollteams Lebensmittelsicherheit Baden-Württemberg sind Automatenbetreiber Lebensmittelunternehmer und unterliegen einer Meldepflicht bei der Lebensmittelüberwachung, die für den Standort des Automaten zuständig ist. Das gilt auch, wenn Ihr Betrieb schon gemeldet ist und nur um Automaten erweitert wird. Zuständige Behörde und Formular unterscheiden sich je nach Bundesland, fragen Sie vorab beim Amt nach.
Darf ich Betriebe telefonisch oder per E-Mail anfragen, ob sie einen Automaten möchten?
Das ist nur eingeschränkt erlaubt. Nach § 7 UWG ist Telefonwerbung gegenüber sonstigen Marktteilnehmern ohne zumindest mutmaßliche Einwilligung eine unzumutbare Belästigung, und Werbung per E-Mail setzt grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung voraus. Ob eine Anfrage als Werbung gilt, hängt vom Einzelfall ab. Der Besuch vor Ort während der Geschäftszeiten ist deshalb der gängige Weg. Dies ist keine Rechtsberatung.
Kann ich mit Google Maps kostenlos Standorte für Verkaufsautomaten finden?
Ja. Google Maps zeigt Betriebe mit Kategorie, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten und oft einer Website. Die kostenlose Vonsel Chrome-Erweiterung erfasst diese Ergebnisse einer normalen Suche, und die kostenlose Extraktion umfasst 200 Unternehmen pro Monat. Das reicht, um für ein überschaubares Gebiet eine erste Zielliste zu bauen und die ersten Anrufe oder Besuche zu planen.