Kaltakquise erlaubt?Was bei E-Mail, Telefon und Post im B2B wirklich gilt
Die Regeln für Kaltakquise in Deutschland nach § 7 UWG und DSGVO, kanalweise erklärt: E-Mail, Telefon und Brief, mit Checkliste, Sanktionen und einem Weg zur sauberen Zielliste.
Recht··10 Minuten Lesezeit
Wichtigste Erkenntnisse
E-Mail:§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG verlangt für Werbung per E-Mail eine vorherige ausdrückliche Einwilligung und unterscheidet nicht zwischen Verbrauchern und Unternehmen. Ausnahme: Bestandskunden nach § 7 Abs. 3 UWG.
Telefon: Im B2B genügt eine mutmaßliche Einwilligung, gegenüber Verbrauchern ist die ausdrückliche Einwilligung Pflicht. Ohne sie drohen bei Verbrauchern Bußgelder bis 300.000 Euro (§ 20 UWG).
DSGVO zusätzlich: Direktwerbung kann ein berechtigtes Interesse sein, aber Informationspflicht (Art. 14), Widerspruchsrecht (Art. 21) und Bußgelder bis 20 Millionen Euro gelten parallel (DSGVO).
Impressum: Die Datenschutzkonferenz hält das Auslesen von Impressumsdaten für Werbung für unzulässig (Orientierungshilfe Direktwerbung).
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Die Antwort
Ist Kaltakquise in Deutschland erlaubt?
Ob Kaltakquise erlaubt ist, hängt vom Kanal ab. Kaltakquise per E-Mail ist in Deutschland auch im B2B nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung erlaubt (§ 7 UWG). Anrufe bei Unternehmen sind mit mutmaßlicher Einwilligung möglich, bei Verbrauchern nur mit ausdrücklicher. Briefwerbung ist am freiesten, doch die DSGVO-Pflichten bleiben.
Kaltakquise bedeutet, potenzielle Kunden anzusprechen, die vorher keinen Kontakt zu Ihnen hatten und nicht darum gebeten haben. Rechtlich entscheiden drei Fragen: Wen sprechen Sie an (Unternehmen oder Privatperson), über welchen Kanal (E-Mail, Telefon, Brief) und auf welcher Grundlage haben Sie die Kontaktdaten?
Zwei Regelwerke greifen ineinander. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (§ 7 UWG) bestimmt, welche Kontaktwege als unzumutbare Belästigung gelten. Die Datenschutz-Grundverordnung bestimmt, wie Sie personenbezogene Daten für die Werbung verarbeiten dürfen. Wer das Wettbewerbsrecht verletzt, hat laut Datenschutzkonferenz in der Regel auch kein berechtigtes Interesse im Sinne der DSGVO. Dieser Beitrag ist allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Klären Sie Ihren Fall bei Bedarf mit einer Fachperson.
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Welche Regeln gelten für E-Mail, Telefon und Brief?
Die Tabelle fasst den Wortlaut von § 7 UWG und die Einordnung der Datenschutzkonferenz zusammen. Sie gibt einen Überblick und ersetzt den Gesetzestext nicht.
Zumindest mutmaßliche Einwilligung, mit konkretem Grund
§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG
Telefon bei Verbrauchern (B2C)
Vorherige ausdrückliche Einwilligung, dokumentiert und fünf Jahre aufbewahrt
§ 7 Abs. 2 Nr. 1, § 7a UWG
Brief
Keine Einwilligung nach § 7 Abs. 2 nötig, aber DSGVO-Pflichten und Werbewiderspruch
§ 7 Abs. 1 UWG, Art. 6, 14, 21 DSGVO
Auffällig ist der Unterschied zwischen Telefon und E-Mail: Beim Anruf gibt es für Unternehmen eine Erleichterung, bei der E-Mail nicht. Der Gesetzestext nennt für E-Mail nur die ausdrückliche Einwilligung. B2B-Adressen sind deshalb nicht freier nutzbar.
E-Mail
Ist Kaltakquise per E-Mail im B2B erlaubt?
Nein, nicht ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Empfängers. Nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG ist Werbung unter Verwendung elektronischer Post ohne diese Einwilligung stets eine unzumutbare Belästigung. Das Gesetz sagt nichts davon, dass Geschäftskunden ausgenommen wären. Die Datenschutzkonferenz bestätigt: Ohne die Voraussetzungen von § 7 Abs. 3 UWG braucht es für E-Mail-Werbung grundsätzlich eine Einwilligung.
Ein Hinweis zur Nummerierung: Die Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz von 2022 zitiert noch die frühere Zählung des § 7 Abs. 2. In der heutigen Fassung steht die elektronische Post in Nummer 2 und der Telefonanruf in Nummer 1.
Wann dürfen Sie Bestandskunden anschreiben?
§ 7 Abs. 3 UWG erlaubt E-Mail-Werbung ohne Einwilligung nur, wenn alle vier Bedingungen zugleich erfüllt sind:
Sie haben die E-Mail-Adresse im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung vom Kunden erhalten.
Sie nutzen die Adresse für Direktwerbung für eigene, ähnliche Waren oder Dienstleistungen.
Der Kunde hat der Verwendung nicht widersprochen.
Der Kunde wurde bei der Erhebung der Adresse und bei jeder Verwendung klar darauf hingewiesen, dass er jederzeit widersprechen kann, ohne andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen.
Für eine Erstansprache an Unbekannte hilft diese Ausnahme nicht. Sie müssen die Einwilligung vorher einholen, etwa über ein Formular auf Ihrer Website, und sollten sie nachweisen können. Auch Pflichten im Inhalt bleiben: Die Identität des Absenders darf nicht verschleiert werden, und es muss eine gültige Adresse für den Widerspruch angegeben sein (§ 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG).
Wer in Deutschland per E-Mail akquiriert, ohne vorher eine Einwilligung zu haben, kann sich weder auf das B2B-Privileg noch auf die DSGVO berufen. Die Frage ist das Wettbewerbsrecht, nicht der Datenschutz.
Telefon
Ist Kaltakquise per Telefon bei Unternehmen erlaubt?
Ja, wenn zumindest eine mutmaßliche Einwilligung des Angerufenen vorliegt. So steht es in § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG für „sonstige Marktteilnehmer“. Gegenüber Verbrauchern ist dagegen die vorherige ausdrückliche Einwilligung nötig, und Sie müssen sie nach § 7a UWG dokumentieren und fünf Jahre aufbewahren.
Mutmaßlich heißt nicht automatisch. Die Datenschutzkonferenz stellt klar, dass eine bloße Sachbezogenheit nicht genügt, etwa weil Sie Büroartikel oder Strom an ein Unternehmen verkaufen wollen. Nötig ist ein konkreter, aus dem Interessenbereich des Anzurufenden herleitbarer Grund, zum Beispiel ein geschäftlicher Vorkontakt. Notieren Sie diesen Grund vor dem Anruf im CRM, dann können Sie ihn im Streitfall belegen.
Die Sanktion ist deutlich: Nach § 20 UWG kann ein Werbeanruf bei einem Verbraucher ohne dessen vorherige ausdrückliche Einwilligung mit bis zu 300.000 Euro geahndet werden. Zuständig ist die Bundesnetzagentur. Eine nicht oder nicht richtig dokumentierte Einwilligung kostet bis zu 50.000 Euro.
DSGVO
Was verlangt die DSGVO zusätzlich bei Kaltakquise?
Die DSGVO legt eine zweite Schicht über das Wettbewerbsrecht. Sobald Sie personenbezogene Daten verarbeiten, etwa den Namen oder die persönliche Adresse eines Ansprechpartners, brauchen Sie eine Rechtsgrundlage. Erwägungsgrund 47 sagt, dass die Verarbeitung zum Zweck der Direktwerbung als berechtigtes Interesse betrachtet werden kann, ein Freibrief ist das aber nicht.
Die Datenschutzkonferenz formuliert es so: Ist ein Kontaktweg nach § 7 UWG nicht erlaubt, fehlt es bereits am berechtigten Interesse. Für Sie heißt das: Erst den Kanal prüfen, dann die Datenschutzpflichten erfüllen. Diese Pflichten gelten bei Daten, die Sie nicht selbst beim Betroffenen erhoben haben:
Informieren nach Art. 14: spätestens bei der ersten Mitteilung, in jedem Fall innerhalb eines Monats. Nennen Sie Identität, Zweck, Rechtsgrundlage und Quelle der Daten.
Auf das Widerspruchsrecht hinweisen (Art. 21 Abs. 4): spätestens bei der ersten Kommunikation, verständlich und getrennt von anderen Informationen.
Widersprüche sofort umsetzen (Art. 21 Abs. 3): Nach einem Widerspruch dürfen die Daten nicht mehr für Direktwerbung verarbeitet werden. Führen Sie dafür eine Sperrliste. Wie Sie solche Anfragen sauber bearbeiten, zeigt unser Beitrag zu Löschanfragen.
Die Datenschutzkonferenz verlangt außerdem, dass Informationspflicht und Werbetext klar voneinander getrennt und der Hinweis auf den Werbewiderspruch deutlich herausgestellt werden. Die Unterschiede zwischen Firmendaten und Privatdaten erklärt der Beitrag zu den rechtlichen Unterschieden zwischen B2B- und B2C-Daten.
Datenquelle
Dürfen Sie Impressumsdaten und Maps-Einträge für Werbung nutzen?
Impressumsdaten dürfen Sie in der Regel nicht für Werbung auslesen. Die Datenschutzkonferenz begründet das so: Die Angaben sind zwar öffentlich, werden aber nicht freiwillig, sondern aufgrund der gesetzlichen Anbieterkennzeichnung veröffentlicht. Mangels Freiwilligkeit fällt die Interessenabwägung regelmäßig gegen die werbliche Nutzung aus. Nimmt ein Anbieter vorsorglich einen Werbewiderspruch in sein Impressum auf, müssen Sie ihn beachten.
Ein Eintrag bei Google Maps ist kein Pflichtimpressum, ersetzt aber ebenfalls keine Einwilligung. Telefonnummer, Adresse und Website eines Unternehmens zu kennen, erlaubt Ihnen noch nicht jeden Kanal. Ob das Sammeln selbst zulässig ist, beantwortet der Beitrag, ob man Google Maps auslesen darf. Wie Sie aus veröffentlichten Daten eine saubere Liste aufbauen, steht im Leitfaden zur B2B-E-Mail-Liste.
Folgen
Welche Strafen und Folgen drohen bei unerlaubter Kaltakquise?
Es gibt drei Schienen, die sich ergänzen können: Zivilrecht durch Abmahnung und Unterlassung, Bußgelder nach dem UWG und Bußgelder der Datenschutzbehörden.
Folge
Wer macht sie geltend?
Umfang laut Gesetz
Beseitigung und Unterlassung (§ 8 UWG)
Mitbewerber, qualifizierte Verbände, Kammern
Anspruch auch bei drohender Zuwiderhandlung; Haftung des Inhabers für Mitarbeiter
Bußgeld Telefonwerbung (§ 20 UWG)
Bundesnetzagentur
Bis 300.000 Euro, ohne ausdrückliche Einwilligung des Verbrauchers
Bußgeld fehlende Dokumentation (§ 20 UWG)
Bundesnetzagentur
Bis 50.000 Euro, wenn die Einwilligung nicht richtig dokumentiert wird
DSGVO-Bußgeld (Art. 83 Abs. 5)
Datenschutzbehörden
Bis 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, was höher ist
Die Höhe im Einzelfall hängt nach Art. 83 Abs. 2 DSGVO unter anderem von Art, Schwere und Dauer des Verstoßes, von Vorsatz oder Fahrlässigkeit, von früheren Verstößen und davon ab, wie umfassend Sie mit der Aufsichtsbehörde zusammenarbeiten. Der Gesetzgeber nennt Obergrenzen, keine Festbeträge. Die Rechte zur Unterlassung nach § 8 UWG stehen Mitbewerbern, qualifizierten Wirtschaftsverbänden und Kammern zu, nicht nur dem Empfänger.
Praxis
Wie gehen Sie bei Kaltakquise rechtssicher vor?
Rechtssicher heißt: Kanal passend zum Empfänger wählen, Einwilligung oder Grund dokumentieren und Widersprüche konsequent umsetzen. Dieser Ablauf funktioniert für Freelancer, Agenturen und kleine Teams:
1
Empfängertyp festlegen
Markieren Sie jeden Kontakt als Unternehmen, Einzelunternehmer oder Privatperson. Das entscheidet, welche Regeln für Telefon und Datenschutz gelten.
2
Kanal passend wählen
Für die Erstansprache ohne Einwilligung bleiben Telefon bei Unternehmen mit konkretem Grund und Briefpost. Eine Übersicht weiterer Wege liefert der Beitrag zu B2B-Verkaufstechniken.
3
Zielliste aus öffentlichen Quellen bauen
Suchen Sie in Google Maps nach Branche und Ort und sammeln Sie Unternehmen mit Telefonnummer, Adresse und Website. Mit Vonsel geht das direkt im Browser, im Tutorial im Video sehen Sie die Extraktion Schritt für Schritt.
4
Grund und Einwilligung dokumentieren
Halten Sie in Notizen, Tags oder eigenen Feldern fest, warum Sie anrufen, woher die Daten stammen und ob eine Einwilligung vorliegt.
5
Informieren und Widerspruch ermöglichen
Nennen Sie in der ersten Nachricht Identität, Zweck und Quelle und weisen Sie getrennt auf das Widerspruchsrecht hin.
6
Sperrliste führen
Wer widerspricht, wird markiert und nie wieder für Werbung kontaktiert. Das gilt für jeden Kanal.
Wie hilft Vonsel dabei?
Suchen Sie in Google Maps und starten Sie die Erfassung. Vonsel sammelt die Unternehmen, während Sie die Karte erkunden. Google Maps liefert keine Firmen-E-Mails, deshalb besucht Vonsel die verfügbaren Websites und liest veröffentlichte E-Mail-Adressen, weitere Telefonnummern und Links zu unterstützten sozialen Netzwerken. Was gefunden wird, hängt davon ab, was jede Seite veröffentlicht. Die Unternehmen bleiben auf einer Karte, Sie ordnen sie nach Phase und nutzen Notizen, Tags und eigene Felder, etwa um Kontakte als „nicht kontaktieren“ zu markieren. Details zu den Tarifen finden Sie auf der Preisseite.
Vonsel ist ein Werkzeug für Ihre Zielliste. Es entscheidet nicht über Ihre Rechtsgrundlage und prüft keine Einwilligungen, Sie bleiben für die Ansprache jedes Kontakts verantwortlich. Für E-Mail-Listen lohnt sich außerdem der Blick auf E-Mail-Finder und ihre Grenzen.
Zusammenfassung
E-Mail-Kaltakquise braucht in Deutschland eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, auch im B2B.
Telefon-Kaltakquise bei Unternehmen ist mit mutmaßlicher Einwilligung und konkretem Grund möglich, bei Verbrauchern nicht ohne ausdrückliche.
Die DSGVO gilt zusätzlich: informieren, Widerspruch beachten, Impressumsdaten nicht für Werbung auslesen.
Suchen Sie auf Maps, erfassen Sie veröffentlichte Website-Kontakte und organisieren Sie Interessenten im CRM. Die kostenlose Extraktion umfasst 200 Unternehmen im Monat; KI und Export hängen vom Tarif ab.
Nein, grundsätzlich nicht ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung. § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG stuft Werbung per elektronischer Post ohne diese Einwilligung als unzumutbare Belästigung ein und unterscheidet nicht zwischen Verbrauchern und Unternehmen. Eine Ausnahme gilt nach § 7 Abs. 3 UWG für Bestandskunden unter vier Voraussetzungen. Das ist keine Rechtsberatung.
Ist Kaltakquise per Telefon bei Unternehmen erlaubt?
Ja, wenn zumindest eine mutmaßliche Einwilligung des Angerufenen vorliegt (§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG). Die Datenschutzkonferenz verlangt dafür einen konkreten Grund aus dem Interessenbereich des Unternehmens, zum Beispiel einen geschäftlichen Vorkontakt. Bloße Sachbezogenheit des Angebots genügt nicht. Gegenüber Verbrauchern ist stets die vorherige ausdrückliche Einwilligung nötig.
Ist Kaltakquise per Brief erlaubt?
Briefwerbung steht nicht in der Liste des § 7 Abs. 2 UWG und braucht deshalb keine vorherige Einwilligung. Grenzen setzen § 7 Abs. 1 UWG, wenn erkennbar ist, dass die Werbung nicht gewünscht wird, und die DSGVO: Sie brauchen eine Rechtsgrundlage, müssen nach Art. 14 informieren und jeden Werbewiderspruch beachten.
Was ist der Unterschied zwischen mutmaßlicher und ausdrücklicher Einwilligung?
Eine ausdrückliche Einwilligung erklärt der Empfänger aktiv und vorab, zum Beispiel per Anmeldung oder Zustimmung. Eine mutmaßliche Einwilligung wird aus den Umständen abgeleitet. Sie gilt nur für Anrufe bei Unternehmen und setzt nach Ansicht der Datenschutzkonferenz einen konkreten, aus dem Interessenbereich des Angerufenen herleitbaren Grund voraus.
Welche Strafen drohen bei unerlaubter Kaltakquise?
Wettbewerber, Verbände und Kammern können nach § 8 UWG Beseitigung und Unterlassung verlangen. Für Werbeanrufe bei Verbrauchern ohne Einwilligung sieht § 20 UWG Bußgelder bis 300.000 Euro vor. Datenschutzverstöße können nach Art. 83 Abs. 5 DSGVO bis 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes kosten, je nachdem, was höher ist.
Darf ich E-Mail-Adressen aus dem Impressum für Werbung nutzen?
In der Regel nein. Die Datenschutzkonferenz hält das Auslesen von Impressumsdaten für die werbliche Nutzung für unzulässig, weil die Angaben nicht freiwillig, sondern aufgrund einer gesetzlichen Pflicht veröffentlicht werden. Außerdem bleibt für E-Mail-Werbung die Einwilligung nach § 7 UWG nötig. Prüfen Sie jeden Einzelfall.
Darf ich Unternehmen anschreiben, die ich bei Google Maps gefunden habe?
Die Fundstelle entscheidet nicht über die Zulässigkeit, sondern Kanal und Empfänger. Ein Maps-Eintrag liefert Telefonnummer, Adresse und Website, aber keine Einwilligung. Anrufe bei Unternehmen brauchen einen konkreten Grund, Briefe sind mit DSGVO-Pflichten möglich, E-Mail-Werbung braucht eine vorherige ausdrückliche Einwilligung.
Muss ich bei der ersten Nachricht die Datenherkunft nennen?
Wenn Sie Daten nicht direkt beim Betroffenen erhoben haben, müssen Sie nach Art. 14 DSGVO spätestens zum Zeitpunkt der ersten Mitteilung informieren, in jedem Fall innerhalb eines Monats. Dazu gehören Ihre Identität, der Zweck, die Rechtsgrundlage, die Quelle und der Hinweis auf das Widerspruchsrecht nach Art. 21 DSGVO.