Kostenlose Leads finden:wo B2B-Kontakte wirklich gratis zu haben sind
Kostenlose Leads gibt es wirklich, allerdings als Rohdaten. Eine fertige Kundenliste bekommst du dafür nicht. Hier siehst du fünf echte Quellen, was jede liefert, was in Deutschland rechtlich gilt und wann sich ein Tool lohnt.
Vergleich··10 Minuten Lesezeit
Wichtigste Erkenntnisse
Fünf Quellen für kostenlose Leads sind echt: Google Maps, Handelsregister, LinkedIn, Branchenverzeichnisse mit Verbänden und Gratis-Tarife von Lead-Tools.
Kostenlos heißt Rohdaten: Name, Adresse, Telefonnummer und Website bekommst du gut, geprüfte E-Mail-Adressen und Entscheider meist nicht.
Das Handelsregister darf nach § 9 HGB jeder zu Informationszwecken einsehen. Das ersetzt keine Einwilligung für Werbung.
Werbung per E-Mail braucht nach § 7 UWG vorab eine ausdrückliche Einwilligung, auch gegenüber Unternehmen. Bei Anrufen genügt gegenüber Unternehmen eine mutmaßliche Einwilligung.
Bezahlt wird mit Zeit: Ein Tool lohnt sich, sobald die manuelle Recherche mehr kostet als das Abo.
Kostenlose Leads findest du in fünf Quellen: Google Maps, Handelsregister, LinkedIn, Branchenverzeichnisse mit Verbänden und Gratis-Tarife von Lead-Tools. Sie liefern Firmennamen, Adressen, Telefonnummern und Websites ohne Lizenzgebühr. Bezahlt wird mit Zeit, denn E-Mail-Adressen und Ansprechpartner musst du meist selbst ergänzen und rechtlich sauber nutzen.
Der Artikel richtet sich an Freelancer, kleine Agenturen und Gründer, die ohne Budget eine erste Zielliste aufbauen wollen. Am Ende weißt du, welche Quelle zu welchem Ziel passt, wie du aus Rohdaten eine nutzbare Liste machst und wo in Deutschland die rechtlichen Grenzen liegen.
Definition
Was sind kostenlose Leads und was sind sie nicht?
Ein kostenloser Lead ist ein Unternehmen, das du aus einer öffentlichen Quelle ohne Lizenzgebühr als möglichen Kunden identifizierst. Typisch sind Name, Standort, Telefonnummer, Website und manchmal eine E-Mail-Adresse. Du recherchierst den Kontakt selbst, er hat sich nicht bei dir gemeldet.
Im engeren Sinn ist ein Lead ein Interessent mit Kontaktwunsch. Was du kostenlos findest, ist meist ein Prospect, den du erst qualifizieren musst. Kostenlose Quellen liefern fast immer Prospects, und das Sammeln, Prüfen und Ordnen bleibt bei dir.
Die Quellen
Welche fünf Quellen liefern wirklich kostenlose Leads?
Die fünf Quellen sind Google Maps, das Handelsregister, LinkedIn, Branchenverzeichnisse mit Verbänden und die Gratis-Tarife von Lead-Tools. Jede deckt etwas anderes ab, deshalb lohnt es sich, zwei oder drei zu kombinieren.
1
Google Maps und Unternehmensprofile
Google Maps ist die breiteste kostenlose Quelle für lokale Unternehmen. Du suchst nach „Kategorie + Stadt“, zum Beispiel „Zahnarzt Leipzig“, und bekommst Name, Adresse, Telefonnummer, Website, Bewertungen und Öffnungszeiten. E-Mail-Adressen stehen dort selten.
2
Handelsregister und Unternehmensregister
Das gemeinsame Registerportal der Länder führt Handels-, Genossenschafts-, Partnerschafts- und Vereinsregister. Die Suche ist kostenlos. Laut § 9 HGB ist die Einsichtnahme jedem zu Informationszwecken durch einzelne Abrufe gestattet. Du erfährst Firma, Sitz und Rechtsform, aber keine direkte E-Mail. Manche strukturierten Abrufe kosten Geld.
3
LinkedIn-Suche
LinkedIn eignet sich, um Entscheider nach Funktion, Branche und Region zu finden. Das kostenlose Konto begrenzt Suchen und zeigt keine E-Mail-Adressen. Nutze es für die Frage „Wen sollte ich ansprechen?“ und lies die Nutzungsbedingungen, bevor du etwas automatisierst.
4
Branchenverzeichnisse und Verbände
Verzeichnisse wie Gelbe Seiten oder Das Örtliche sowie Mitgliederlisten von Verbänden und Kammern bündeln Firmen einer Branche. Die Listen sind oft vorsortiert und fachlich passend, aber nicht immer aktuell oder vollständig. Frag dich bei jedem Eintrag, wann er zuletzt gepflegt wurde.
5
Gratis-Tarife von Lead-Tools
Viele Tools bieten einen kostenlosen Einstieg mit begrenzter Menge. Das ist der schnellste Weg, weil das Tool die Daten sammelt, statt dass du jede Seite einzeln öffnest. Vonsel funktioniert so: Du suchst in Google Maps, das Tool sammelt die Treffer und ergänzt veröffentlichte Kontakte von den Unternehmenswebsites. Was jeder Tarif enthält, siehst du auf der Preisseite.
Spar dir das Abtippen: Leads direkt aus Google Maps sammeln
Suche in Maps, erfasse veröffentlichte Kontakte von Websites und ordne deine Interessenten im CRM. Die Extraktion ist kostenlos; Pro-Funktionen und Export hängen vom Tarif ab.
Was liefert welche kostenlose Quelle, und was fehlt?
Alle fünf Quellen liefern Firmendaten, keine Quelle liefert allein eine fertige Kontaktliste. Die Tabelle zeigt, wo die Lücken liegen, damit du die Quellen passend kombinierst.
Eine nutzbare Leadliste entsteht in fünf Schritten: Zielgruppe eingrenzen, Quelle wählen, Daten erfassen, Kontakte ergänzen und prüfen, Ergebnis im CRM ordnen. Wer Schritt eins überspringt, sammelt nur viele Zeilen statt passender Firmen.
Zielgruppe eingrenzen. Lege eine Branche und eine Region fest, etwa „Steuerberater in Hamburg“. Je enger, desto besser lässt sich die Nachricht später anpassen.
Passende Quelle wählen. Für lokale Firmen startest du mit Google Maps, für die Prüfung der Firma nutzt du das Handelsregister, für Entscheider LinkedIn.
Daten erfassen. Von Hand heißt das: Treffer öffnen, Daten kopieren, Tabelle pflegen. Das funktioniert für wenige Dutzend Firmen. Der Leitfaden Lokale Unternehmen in jeder Stadt finden zeigt den kompletten Ablauf.
E-Mail ergänzen und prüfen. Öffne die Website, lies Kontaktseite und Impressum und prüfe Adressen vor dem Versand. Eine Anleitung steht im Beitrag zum Aufbau einer Kundendatenbank.
Im CRM ordnen. Halte fest, wer kontaktiert wurde, wer geantwortet hat und was der nächste Schritt ist. Sonst verlierst du die Kontrolle über die Liste.
Wenn du den Ablauf zuerst sehen willst, sieh dir das Tutorial als Video an auf der Seite des Google Maps Scrapers. Vonsel sammelt Unternehmen aus den Google-Maps-Ergebnissen, während du die Karte erkundest. Du kannst pausieren, fortsetzen und die Suche speichern. Google Maps liefert keine Unternehmens-E-Mails, deshalb besucht Vonsel verfügbare Unternehmenswebsites und sucht veröffentlichte E-Mails, zusätzliche Telefonnummern und Links zu unterstützten sozialen Netzwerken. Was du findest, hängt davon ab, was die Website veröffentlicht. Die Unternehmen liegen danach im CRM auf einer Karte, mit Phasen, Kanban, Kalender, Notizen, Tags und eigenen Feldern.
Kostenlose Leads sind nicht gleich billige Leads. Du bezahlst in Stunden statt in Euro.
Die Falle
Warum sind kostenlose Leadlisten zum Download meist keine gute Idee?
Fertige Gratislisten sind statisch und ohne Herkunftsnachweis. Du weißt nicht, wann sie entstanden sind, aus welcher Quelle die Daten kommen und ob andere Absender dieselben Adressen verwenden. Das schadet der Zustellbarkeit deiner E-Mails und deinem Ruf.
Dazu kommt ein rechtliches Problem: Enthält eine Liste personenbezogene Daten, etwa namentliche E-Mail-Adressen von Einzelunternehmern, musst du Betroffene nach Art. 14 DSGVO informieren können, wenn du die Daten nicht bei ihnen selbst erhoben hast. Das gelingt nur, wenn du die Herkunft kennst.
Eine selbst gebaute Liste aus aktuellen Quellen dauert länger, aber du weißt, woher jede Zeile kommt. Genau diese Nachvollziehbarkeit brauchst du, wenn jemand nachfragt.
Recht
Darfst du kostenlose Leads in Deutschland ansprechen?
Ja, aber nicht jeder Kanal ist erlaubt, nur weil die Daten öffentlich sind. In Deutschland entscheidet vor allem das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) darüber, ob Werbung per E-Mail oder Telefon zulässig ist. Daneben gilt die DSGVO, sobald personenbezogene Daten im Spiel sind.
Kanal oder Datenart
Grundregel
Rechtsgrundlage
Werbe-E-Mail an ein Unternehmen
Vorherige ausdrückliche Einwilligung nötig, Ausnahme nur für Bestandskunden unter vier Bedingungen
Bezahlen lohnt sich, sobald deine Recherchezeit teurer ist als das Tool. Rechne einmal ehrlich nach: Wie viele Stunden pro Woche verbringst du mit Kopieren, Website-Besuchen und Tabellenpflege, und was ist diese Zeit wert?
Kostenlos bleiben, wenn
du eine Nische testest, nur ein paar Dutzend Firmen brauchst und Zeit hast, jede selbst zu prüfen.
Bezahlen, wenn
du regelmäßig viele Firmen brauchst, Kontakte von Websites einsammeln willst oder mehrere Personen mit derselben Liste arbeiten.
Nicht bezahlen für
fertige Adresspakete ohne Herkunftsnachweis. Du kaufst Daten, deren Alter und Quelle du nicht prüfen kannst.
Der sinnvolle Mittelweg
Starte mit einem kostenlosen Einstieg, teste deine Zielgruppe und wechsle erst, wenn der Aufwand spürbar wächst. Die Tarife siehst du auf der Preisseite.
Zusammengefasst:
Fünf kostenlose Quellen sind real, aber sie liefern Rohdaten.
Kostenlos heißt, mit Zeit zu bezahlen. Prüfe jede Zeile, bevor du schreibst oder anrufst.
In Deutschland entscheidet das UWG über E-Mail und Telefon, nicht allein die DSGVO.
Wechsle zu einem Tool, wenn die manuelle Recherche mehr kostet als das Abo.
Lokale Unternehmen mit Vonsel finden
Suche in Maps, erfasse veröffentlichte Kontakte von Websites und ordne deine Interessenten im CRM. Die Extraktion ist kostenlos; Pro-Funktionen und Export hängen vom Tarif ab.
Kostenlose Leads bekommst du aus fünf Quellen: Google Maps, dem Handelsregister, der LinkedIn-Suche, Branchenverzeichnissen und Verbänden sowie den Gratis-Tarifen von Lead-Tools. Du erhältst Rohdaten wie Firmenname, Adresse, Telefonnummer und Website. Geprüfte E-Mail-Adressen und Ansprechpartner musst du in der Regel selbst ergänzen.
Sind kostenlose Leads etwas wert?
Ja, wenn du sie selbst prüfst. Firmennamen, Adressen, Telefonnummern und Websites aus Live-Quellen sind meist brauchbar. Schwach sind E-Mail-Adressen und Entscheider, die fehlen oder veraltet sein können. Der Wert hängt davon ab, wie sorgfältig du Zielgruppe, Kontaktdaten und Rechtsgrundlage prüfst, bevor du die erste Nachricht schickst.
Darf ich kostenlose Leads per E-Mail anschreiben?
In Deutschland ist Werbung per E-Mail nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten in der Regel unzulässig, auch gegenüber Unternehmen. Die Ausnahme in § 7 Abs. 3 UWG gilt nur für Bestandskunden unter vier Bedingungen. Eine öffentlich gelistete Adresse ersetzt keine Einwilligung. Im Zweifel lass dich rechtlich beraten.
Darf ich Unternehmen kalt anrufen?
Gegenüber sonstigen Marktteilnehmern, also auch Unternehmen, verlangt § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG zumindest eine mutmaßliche Einwilligung. Ob sie vorliegt, hängt vom Einzelfall und vom Anlass des Anrufs ab. Eine Telefonnummer auf Google Maps oder im Verzeichnis allein genügt nicht als Freibrief. Prüfe deinen Fall vorab und dokumentiere deine Gründe.
Warum sind kostenlose Leadlisten zum Download problematisch?
Fertige Gratislisten sind statisch: Niemand garantiert, wann sie erstellt wurden, woher die Daten stammen und ob andere Absender dieselben Adressen nutzen. Hinzu kommt die Rechtsfrage, denn bei personenbezogenen Daten musst du nach Art. 14 DSGVO informieren können. Eine eigene Liste aus aktuellen Quellen ist aufwendiger, aber nachvollziehbar und aktueller.
Wie finde ich kostenlos die E-Mail-Adresse eines Unternehmens?
Schau zuerst auf die Website des Unternehmens: Impressum, Kontaktseite und Fußzeile nennen oft eine veröffentlichte Adresse. Fehlt dort eine Adresse, helfen E-Mail-Finder und Verifizierungstools, die du vor dem Versand zur Prüfung einsetzt. Ob du die gefundene Adresse für Werbung nutzen darfst, ist eine eigene Frage und hängt von Einwilligung und Kanal ab.
Reicht Google Maps allein für kostenlose Leads?
Für lokale Unternehmen ist Google Maps die breiteste kostenlose Quelle, weil es Name, Adresse, Telefonnummer, Website und Bewertungen bündelt. Für Entscheider und E-Mail-Adressen reicht es nicht. Dafür brauchst du die Unternehmenswebsite, das Handelsregister oder LinkedIn als Ergänzung und am Ende ein CRM, in dem du den Stand jedes Kontakts festhältst.
Wann lohnt sich ein bezahltes Tool statt kostenloser Leads?
Sobald deine Recherchezeit mehr kostet als das Tool. Das ist der Fall, wenn du regelmäßig viele Firmen pro Woche brauchst, E-Mails und Telefonnummern von Websites sammeln willst oder mehrere Personen mit derselben Liste arbeiten. Für einen ersten Test einer Nische reicht ein kostenloser Einstieg. Was jeder Tarif enthält, steht auf der Preisseite.
Datenschutz-Grundverordnung (EUR-Lex): Erwägungsgrund 47 zu Direktwerbung als berechtigtem Interesse sowie Art. 14 und Art. 21 zu Informationspflicht und Widerspruch.
Gemeinsames Registerportal der Länder: kostenlose Suche in Handels-, Genossenschafts-, Partnerschafts- und Vereinsregistern, mit Hinweis auf kostenpflichtige strukturierte Abrufe.