Adressliste erstellen:So bauen Sie eine Firmenliste, mit der Siewirklich arbeiten können
Was eine Adressliste für die Akquise ist, welche Felder hineingehören, wie Sie in sechs Schritten Firmenadressen aus Google Maps sammeln und was § 7 UWG bei E-Mail und Telefon verlangt.
Leads··8 Min. Lesezeit
Das Wichtigste
Adressliste erstellen heißt im Vertrieb: Firmenkontakte sammeln und so ordnen, dass Sie sie ansprechen und nachverfolgen können. Eine Kundenliste mit Einwilligung ist etwas anderes als eine Akquiseliste.
Eine brauchbare Liste hat vier Feldgruppen: Identität, Erreichbarkeit, Signale und Arbeitsstand. Die meisten Listen scheitern an der vierten.
Aufbau nach Zone: eine Branche, ein Stadtteil, danach die veröffentlichten Kontakte von der Firmenwebsite ergänzen.
Nach § 7 Abs. 2 UWG braucht E-Mail-Werbung eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, Telefonwerbung gegenüber Unternehmen zumindest eine mutmaßliche.
Laut Statistischem Bundesamt zählten 2024 rund 3,2 Millionen Unternehmen (99,3 %) zu den KMU. Bei so vielen Firmen lohnt sich ein enger Zuschnitt.
Eine Adressliste für die Akquise ist eine geordnete Tabelle mit Firmen, die Sie als Kunden ansprechen möchten, samt Anschrift, Telefonnummer, Website und Status. Adressliste erstellen heißt: Zielprofil festlegen, in Google Maps Viertel für Viertel suchen, veröffentlichte Kontakte von den Websites ergänzen und alles in einem CRM pflegen.
Definition
Was ist eine Adressliste, und welche Art brauchen Sie?
Eine Adressliste ist eine geordnete Sammlung von Kontakten, mit der Sie arbeiten können. Im Vertrieb ist damit meist eine Liste von Firmen gemeint, die Sie als Kunden gewinnen möchten. Im Marketing ist es eine Liste von Personen, die sich für Ihre Informationen angemeldet haben.
Beide heißen im Alltag „Adressliste“, verlangen aber ein unterschiedliches Vorgehen. Die Akquiseliste bauen Sie selbst auf, die Kundenliste wächst durch Anmeldungen. Wer nur Einladungen oder Weihnachtskarten verschickt, kommt mit einer einfachen Tabelle aus. Dieser Leitfaden behandelt die Firmenliste für Freiberufler, Agenturen und kleine Betriebe, die an lokale Unternehmen verkaufen.
Nach der Beschreibung auf Wikipedia hängt die Qualität eines Leads von Korrektheit, Aktualität, freiwilliger Überlassung der Daten und echtem Interesse ab. Bei einer selbst aufgebauten Firmenliste fehlen die beiden letzten Punkte noch: Sie ist zunächst eine Liste von Kandidaten, das Interesse müssen Sie erst wecken. Genau deshalb zählen saubere Daten und ein klarer Arbeitsstand pro Zeile.
Kundenliste (Verteiler)
Akquiseliste (Firmenliste)
Wer steht drin?
Personen, die sich angemeldet haben
Von Ihnen ausgewählte Unternehmen
Wie entsteht sie?
Formulare, Newsletter-Anmeldung, Bestellungen
Karten, Verzeichnisse, Websites, Empfehlungen
Typische Größe
Wächst langsam über Monate
Hunderte Einträge an einem Nachmittag
Wichtigste Regel
Einwilligung und Widerspruch
Regeln für E-Mail und Telefon nach § 7 UWG
Erster Einsatz
Newsletter und Kundenbindung
Anrufe, Besuche, Briefe und Anfragen mit Einwilligung
Erstellen Sie Ihre Firmenliste in Minuten
Suchen Sie in Maps, sammeln Sie veröffentlichte Website-Kontakte und ordnen Sie Ihre Interessenten im CRM. Die kostenlose Extraktion deckt 200 Unternehmen pro Monat ab, KI und Export hängen vom Tarif ab.
Eine brauchbare Adressliste für Firmen enthält Felder für Identität, Erreichbarkeit, Signale und Arbeitsstand. Die Identität sagt, um welchen Betrieb es geht, die Erreichbarkeit, wie Sie ihn erreichen. Die Signale begründen die Auswahl, und der Arbeitsstand hält fest, was bereits passiert ist.
Identität: Firmenname, Branche (Kategorie), Straße, Postleitzahl, Ort und der Stadtteil, in dem Sie den Betrieb gefunden haben.
Erreichbarkeit: Telefonnummer, Website, eine veröffentlichte E-Mail-Adresse oder ein Kontaktformular und, falls auf der Website genannt, die Ansprechperson.
Signale: Bewertung, Anzahl der Rezensionen, Website vorhanden oder nicht und alles, was begründet, warum Sie diesen Betrieb ausgewählt haben.
Arbeitsstand: Status, Datum des letzten Kontakts, nächster Schritt und Notizen.
Die Signale unterscheiden eine Liste von einem Branchenverzeichnis. Eine Zahnarztpraxis ohne Website braucht ein anderes Angebot als eine mit gepflegtem Auftritt, und mit den passenden Feldern formulieren Sie den ersten Satz Ihrer Nachricht konkret. Die Tabelle zeigt eine Spaltenvorlage für Excel, Google Tabellen oder ein CRM. Das Schema im Beitrag Datenbank potenzieller Kunden aufbauen geht noch tiefer, und eine Vorlage zur Lead-Verfolgung liefert fertige Statuswerte.
Spalte
Inhalt
Wozu sie dient
Firmenname
Name wie auf Maps und Website
Betrieb eindeutig zuordnen, Dubletten erkennen
Branche
Kategorie aus Google Maps
Segmentieren und die Ansprache anpassen
Anschrift und Stadtteil
Straße, PLZ, Ort, Viertel
Zonen abarbeiten, Besuche und Routen planen
Telefon
Veröffentlichte Rufnummer
Anrufen und Dubletten prüfen
Website
Adresse der Firmenwebsite
Aktualität prüfen und E-Mail-Adressen finden
E-Mail oder Formular
Nur veröffentlichte Angaben
Kontaktweg festhalten
Bewertung und Rezensionen
Sternewert und Anzahl
Gesprächsanlass und Priorität
Status
Neu, kontaktiert, Antwort, Termin, kein Interesse
Aus der Liste eine Pipeline machen
Letzter Kontakt und nächster Schritt
Datum und geplante Aktion
Nachfassen nicht vergessen
Notizen
Gesprächsanlass, Widerspruch, Sperrvermerk
Wissen im Team teilen, Widersprüche beachten
Ablauf
Wie erstellen Sie eine Adressliste Schritt für Schritt?
Sie erstellen die Liste in sechs Schritten: Profil festlegen, Gebiet zerlegen, Ergebnisse erfassen, Kontakte ergänzen, bereinigen und ins CRM laden. Jeder Schritt hat ein greifbares Ergebnis, sodass Sie wissen, wann er abgeschlossen ist.
Beschreiben Sie das Zielprofil in einem Satz. Nennen Sie Branche, Ort und Anlass, zum Beispiel „Restaurants in Leipzig ohne Website“ oder „Zahnarztpraxen in Hamburg mit wenigen Bewertungen“.
Zerlegen Sie das Gebiet in Zonen. Eine Suche für die ganze Stadt erfasst nur einen Teil der Betriebe. Arbeiten Sie Stadtteil für Stadtteil oder nach Postleitzahlbezirk, damit jede Suche klein genug bleibt.
Erfassen Sie die Ergebnisse aus Google Maps. Übernehmen Sie pro Betrieb in der Zone Name, Kategorie, Anschrift, Telefonnummer, Website, Bewertung und Anzahl der Rezensionen.
Ergänzen Sie Kontakte von den Websites. Öffnen Sie die Firmenwebsite und notieren Sie veröffentlichte E-Mail-Adressen und weitere Rufnummern. Verwenden Sie nur, was dort steht.
Bereinigen und entdoppeln Sie. Führen Sie doppelte Einträge zusammen, entfernen Sie geschlossene Betriebe und markieren Sie Zeilen ohne erreichbaren Kontaktweg.
Laden Sie die Liste in ein CRM. Geben Sie jeder Zeile einen Status, damit aus der Adressliste eine Pipeline wird und sie nicht im Download-Ordner liegen bleibt.
Eine Adressliste ist kein Export, den man einmal speichert. Sie ist das laufende Protokoll darüber, wen Sie angesprochen haben und was als Nächstes passiert.
Quellen
Woher bekommen Sie die Daten für eine Adressliste?
Die beste Quelle hängt davon ab, ob Sie Breite, Genauigkeit oder eine Einwilligung brauchen. Google Maps liefert die größte Breite für lokale Betriebe, amtliche Statistiken helfen bei der Größenabschätzung, und eigene Formulare bringen Kontakte mit Einwilligung.
Quelle
Gut geeignet für
Worauf Sie achten
Google-Maps-Erfassung
Lokale Betriebe nach Branche und Gebiet, mit Telefonnummer und Website
Die Zahl der Ergebnisse pro Suche ist begrenzt, deshalb zonenweise arbeiten
Firmenwebsites
Veröffentlichte E-Mail-Adressen, weitere Rufnummern, Teamnamen
Nur das, was die Website tatsächlich veröffentlicht
Amtliche Statistik
Größe des Marktes nach Branche und Unternehmensgröße
Liefert Zahlen, keine Ansprechpartner
Eigene Formulare und Empfehlungen
Kontakte mit Einwilligung und warme Vorstellungen
Wächst langsam
Gekaufte Adressen (Adresshandel)
Schneller Start, Auswahl nach Branche und Unternehmensgröße
Herkunft, Aktualität und Rechtsgrundlage selbst prüfen
Zur Größenabschätzung taugt die amtliche Statistik. Laut Statistischem Bundesamt zählten 2024 rund 3,2 Millionen Unternehmen (99,3 %) zu den kleinen und mittleren Unternehmen, Kleinstunternehmen mit bis zu 9 Beschäftigten eingeschlossen. Das statistische Unternehmensregister führt Informationen zu Niederlassungen, rechtlichen Einheiten und Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche und stellt Strukturauswertungen für einzelne Branchen bereit. Es zeigt Strukturen und Zahlen, keine Ansprechpartner, taugt aber, um Ihre Liste mit der Größe der Branche zu vergleichen.
Liegt Ihre Liste deutlich darunter, durchsuchen Sie weitere Zonen. Wer Adressen lieber kauft, findet im Beitrag Adressen kaufen die Unterschiede, und für Anrufe erklärt der Leitfaden zur Liste geschäftlicher Telefonnummern, wie die Rufnummern in der Liste direkt wählbar werden. Die Wikipedia beschreibt den Adresskauf als gängige Form der Leadgenerierung, bei der Adressen nach Kriterien wie Branche, Umsatz und Unternehmensgröße erworben werden.
Pflege
Wie halten Sie eine Adressliste aktuell und sauber?
Sie halten die Liste aktuell, indem Sie jeden Kontaktversuch als Datenpflege behandeln. Betriebe schließen, ziehen um oder ändern ihre Rufnummer. Deshalb gehört die Pflege zum laufenden Alltag.
Entdoppeln Sie anhand von Telefonnummer und Website, nicht anhand des Namens. Ketten und ähnliche Firmennamen führen sonst zu falschen Treffern.
Tragen Sie Ergebnisse sofort ein: falsche Nummer, nicht erreicht, kein Bedarf, Rückruf vereinbart.
Segmentieren Sie, bevor Sie schreiben. Nach Signal sortiert verfassen Sie pro Gruppe eine eigene Nachricht statt einer für alle.
Durchsuchen Sie das Gebiet alle paar Monate erneut, um neue Betriebe aufzunehmen und alte Einträge zu prüfen.
Führen Sie eine Sperrliste für Betriebe, die der Werbung widersprochen haben.
Für die ersten hundert Zeilen reicht eine Tabelle. Danach ist ein CRM praktischer, das jeden Betrieb auf einer Karte zeigt und die Historie speichert. Für den Einstieg genügt ein kostenloses CRM.
Aus der Liste werden Gespräche
Suchen Sie in Maps, sammeln Sie veröffentlichte Website-Kontakte und ordnen Sie Ihre Interessenten im CRM. Die kostenlose Extraktion deckt 200 Unternehmen pro Monat ab, KI und Export hängen vom Tarif ab.
Geregelt ist vor allem die Ansprache, weniger das Erstellen der Liste. Bei E-Mail und Telefon gelten unterschiedliche Maßstäbe, prüfen Sie deshalb den Kanal, bevor Sie schreiben oder anrufen. Die folgenden Angaben sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung.
Kanal
Was § 7 UWG sagt
Praktische Folge
E-Mail
Abs. 2 Nr. 2: Werbung mit elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung ist stets eine unzumutbare Belästigung. Ausnahme in Abs. 3 für Bestandskunden und ähnliche eigene Angebote
Keine Kaltakquise per E-Mail ohne Einwilligung, auch nicht an Firmen
Telefon gegenüber Unternehmen
Abs. 2 Nr. 1: zumindest mutmaßliche Einwilligung des Marktteilnehmers
Vor dem Anruf einen konkreten Anlass klären und notieren
Telefon gegenüber Verbrauchern
Abs. 2 Nr. 1: vorherige ausdrückliche Einwilligung
Privatpersonen gehören nicht in eine Akquiseliste
Brief und Besuch
Nicht in Abs. 2 genannt, aber Abs. 1 verbietet Werbung, obwohl erkennbar ist, dass sie nicht gewünscht wird
Widersprüche notieren und respektieren
Alle Nachrichten
Abs. 2 Nr. 3: Absender nicht verschleiern, gültige Adresse für die Abmeldung angeben
Klare Absenderangaben und ein einfacher Widerspruchsweg
Den genauen Wortlaut finden Sie in § 7 UWG. Für Anrufe bei Unternehmen konkretisieren die Datenschutzaufsichtsbehörden in ihrer Orientierungshilfe zur Direktwerbung: Eine bloße Sachbezogenheit des Angebots genügt nicht, um von einem Einverständnis auszugehen. Es braucht einen konkreten, aus dem Interessenbereich des Angerufenen herzuleitenden Grund, etwa einen geschäftlichen Vorkontakt.
Sobald Sie Namen oder persönliche E-Mail-Adressen von Ansprechpersonen speichern, verarbeiten Sie personenbezogene Daten und die DSGVO gilt. Laut derselben Orientierungshilfe kann eine Werbesperrdatei das richtige Mittel sein, um den Werbewiderspruch einer Person umzusetzen. Wie Sie dabei vorgehen, erklärt der Beitrag Kalt-E-Mail ohne Verstoß gegen die DSGVO.
Praxis
Wie nutzen Freiberufler, Agenturen und kleine Betriebe eine Adressliste?
Die Liste hat für alle dieselbe Form, nur das Zielprofil ändert sich mit dem Angebot. Die folgenden Profile sind nur Beispiele.
Freiberufler: Eine Webdesignerin legt eine Liste von Restaurants in Leipzig ohne Website an und ruft die Inhaber einzeln an, sofern ein konkreter Anlass vorliegt.
Agentur: Eine SEO-Agentur in Hamburg sammelt Zahnarztpraxen eines Stadtteils, sortiert sie nach Bewertung und Zahl der Rezensionen und spricht zuerst die mit schwachem Profil an.
Kleiner Betrieb: Ein Gebäudereiniger in Dortmund erfasst Büros und Praxen in der Nähe seines Betriebshofs und besucht zuerst die nächstgelegenen.
Wenn Sie den Erfassungsschritt lieber live sehen möchten, schauen Sie sich das Tutorial-Video an. Vonsel erfasst die Google-Maps-Ergebnisse, während Sie die Karte erkunden, besucht die verfügbaren Firmenwebsites, um veröffentlichte E-Mail-Adressen und weitere Rufnummern zu finden, und speichert die Betriebe auf einer Karte im CRM. Was dabei herauskommt, hängt vom Inhalt der jeweiligen Website ab. Was in den einzelnen Tarifen steckt, zeigt die Preisseite.
Eine größere Liste ist nicht die bessere. Besser ist die Liste, die Sie wirklich abarbeiten können.
Fazit
Die Kurzfassung
Klären Sie zuerst, ob Sie eine Kundenliste mit Einwilligung oder eine Akquiseliste für Firmen brauchen, denn Quelle und Regeln unterscheiden sich.
Bauen Sie zonenweise: eine Branche, ein Viertel, dann die veröffentlichten Kontakte von den Websites ergänzen.
Halten Sie Status und Notizen in einem CRM fest, damit aus der Adressliste eine Pipeline wird.
Prüfen Sie vor der Ansprache die Regeln für E-Mail und Telefon nach § 7 UWG und führen Sie eine Sperrliste.
Finden Sie lokale Betriebe mit Vonsel
Suchen Sie in Maps, sammeln Sie veröffentlichte Website-Kontakte und ordnen Sie Ihre Interessenten im CRM. Die kostenlose Extraktion deckt 200 Unternehmen pro Monat ab, KI und Export hängen vom Tarif ab.
Wie erstelle ich eine Adressliste für die Kundenakquise?
Legen Sie zuerst ein Zielprofil fest, zum Beispiel Zahnarztpraxen in einem Hamburger Stadtteil. Suchen Sie dann in Google Maps Viertel für Viertel, erfassen Sie Name, Anschrift, Telefon und Website, ergänzen Sie veröffentlichte E-Mail-Adressen von den Firmenwebsites und entfernen Sie Dubletten. Zum Schluss laden Sie alles mit einem Status pro Zeile in ein CRM oder eine Tabelle.
Was gehört in eine Adressliste für Firmen?
Mindestens Firmenname, Branche, Anschrift mit Stadtteil, Telefonnummer, Website und eine veröffentlichte E-Mail-Adresse oder ein Kontaktformular. Dazu kommen Signale wie Bewertung und Anzahl der Rezensionen sowie Arbeitsfelder: Status, letzter Kontakt, nächster Schritt und Notizen. Ohne die Arbeitsfelder bleibt die Liste ein einmaliger Export, mit dem sich nicht nachfassen lässt.
Kann ich eine Adressliste kostenlos erstellen?
Ja. Sie können in Google Maps jeweils eine Branche in einem Stadtteil suchen, die Daten in eine Tabelle übertragen und Dubletten entfernen. Das kostet vor allem Zeit. Mit Vonsel deckt die kostenlose Extraktion 200 Unternehmen pro Monat ab, KI-Funktionen und Export hängen vom gewählten Tarif ab. Für den Anfang genügt auch ein kostenloses CRM.
Darf ich Unternehmen aus meiner Adressliste anrufen oder anschreiben?
Das Sammeln veröffentlichter Firmendaten ist üblich, die Ansprache ist geregelt. Nach § 7 Abs. 2 UWG braucht Werbung per E-Mail eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, Telefonwerbung gegenüber Unternehmen zumindest eine mutmaßliche Einwilligung. Briefe und Besuche sind dort nicht aufgeführt, unterliegen aber dem allgemeinen Verbot unzumutbarer Belästigung. Das sind allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung.
Soll ich Adressen kaufen oder die Adressliste selbst erstellen?
Eine selbst erstellte Liste gibt Ihnen Kontrolle über Branche, Gebiet und Aktualität, kostet aber Zeit. Gekaufte Adressen sind schneller verfügbar und lassen sich nach Kriterien wie Branche und Unternehmensgröße auswählen, doch Herkunft, Aktualität und Rechtsgrundlage der Daten müssen Sie selbst prüfen. Eine Einwilligung zur Werbeansprache ersetzt der Kauf nicht.
Wie groß sollte eine Adressliste sein?
Planen Sie nach der Zahl der Betriebe, die Sie in einem Zyklus wirklich erreichen können, nicht nach der größtmöglichen Exportmenge. Für eine Stadt und eine Branche eignen sich als Orientierung für den Start 100 bis 300 passende Firmen. Das ist eine Faustregel, keine Statistik. Ob das viel oder wenig ist, zeigen die Branchenzahlen aus dem statistischen Unternehmensregister.
Wie halte ich eine Adressliste aktuell?
Behandeln Sie jeden Kontaktversuch als Datenpflege. Tragen Sie falsche Nummern, geschlossene Betriebe und Absagen sofort ein, bereinigen Sie Dubletten anhand von Telefonnummer und Website und durchsuchen Sie das Gebiet alle paar Monate erneut nach neuen Betrieben. Wer der Werbung widerspricht, kommt in eine Sperrliste und wird nicht mehr angesprochen.