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Neukunden für Ihre Agentur: So gewinnen Sie lokale Unternehmen systematisch

Ein wiederholbares System, mit dem Sie lokale Unternehmen finden, passend ansprechen und jeden Kontakt bis zum Auftrag verfolgen, mit den deutschen Werberegeln im Blick.

Das Wichtigste in Kürze
  • Neukundengewinnung für Agenturen ist ein wiederholbarer Prozess: passende Unternehmen finden, mit konkretem Anlass ansprechen und jede Antwort bis zum Auftrag verfolgen.
  • Der Markt ist groß: Laut Statistischem Bundesamt zählten 2024 rund 3,2 Millionen Unternehmen (99,3 %) zu den KMU. Der Engpass ist eine passende Liste.
  • Jeder Google-Maps-Eintrag liefert Anlässe: fehlende Website, wenige Bewertungen oder ein unvollständiges Profil deuten auf die Leistung hin, die Sie anbieten können.
  • In Deutschland gilt § 7 UWG: E-Mail-Werbung braucht eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, Werbeanrufe bei Unternehmen zumindest eine mutmaßliche Einwilligung.

Neukunden für eine Agentur gewinnen Sie am schnellsten mit einer Nische und einer Stadt. Bauen Sie aus Google Maps eine Liste lokaler Unternehmen mit erkennbaren Lücken, sprechen Sie jedes mit einem konkreten Anlass auf einem rechtlich zulässigen Weg an und verfolgen Sie jeden Kontakt im CRM.

Was bedeutet Neukundengewinnung für Agenturen und warum bleibt sie liegen?

Neukundengewinnung für Agenturen ist die laufende Aufgabe, eine Pipeline potenzieller Auftraggeber aufzubauen, unabhängig von den Kampagnen, die Sie für Bestandskunden fahren. Ein Lead ist ein Unternehmen, dessen Bedarf zu Ihren Leistungen passt. Ein Interessent ist ein Lead, den Sie aktiv bearbeiten.

Sie bleibt liegen, weil Kundenprojekte Abgabetermine haben und die eigene Akquise nicht. In stressigen Wochen fällt sie zuerst hinten runter, und zwei Monate später ist die Pipeline leer. Die Lösung ist eine kleine Routine, die jede Woche läuft.

An Firmen mangelt es nicht. Laut dem Statistischen Bundesamt zählten 2024 rund 3,2 Millionen Unternehmen in Deutschland, das sind 99,3 %, zu den kleinen und mittleren Unternehmen. Dazu gehören auch Kleinstunternehmen mit bis zu 9 Beschäftigten und bis zu 2 Millionen Euro Umsatz. Wie viele davon zu Ihrem Angebot passen, entscheidet Ihre Nische.

Grundsätzlich gibt es zwei Wege. Beim Inbound warten Sie darauf, dass Kunden über Inhalte, Suche und Empfehlungen zu Ihnen kommen. Beim Outbound beginnen Sie das Gespräch selbst, wie in unserem Leitfaden zum Thema Outbound-Vertrieb beschrieben. Die meisten Agenturen kombinieren beides, aber nur beim Outbound bestimmen Sie, wen Sie erreichen.

Liste der Unternehmen aufbauen, die Ihre Agentur brauchen
Suchen Sie in Google Maps, erfassen Sie veröffentlichte Website-Kontakte und ordnen Sie Ihre Interessenten im CRM. KI und Export hängen von Ihrem Plan ab.
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Welche Kanäle bringen Agenturen Neukunden und welcher passt zu Ihrer Phase?

Für neue oder kleine Agenturen bringt die gezielte Ansprache einer lokalen Nische meist die schnellsten ersten Gespräche, Empfehlungen und Content wirken später. Die Tabelle vergleicht die gängigsten Kanäle. Die Einstufungen sind Erfahrungswerte zur Funktionsweise und keine gemessenen Benchmarks, prüfen Sie sie deshalb anhand Ihrer eigenen Zahlen.

KanalZeit bis zu ersten GesprächenKontrolle darüber, wen Sie erreichenPasst am besten, wenn
EmpfehlungenNicht planbarGeringSie bereits zufriedene Kunden haben.
Content und SEOMonateMittelSie regelmäßig veröffentlichen können.
Netzwerken und VeranstaltungenWochenMittelIhre Zielbranche sich vor Ort trifft.
Bezahlte AnzeigenTageMittelSie Budget und ein klares Angebot haben.
Direkte Ansprache lokaler Unternehmen per TelefonTage bis WochenHochSie Nische und Stadt benennen und einen konkreten Anlass nennen können.
LinkedIn-KontaktWochenHochIhre Käufer Führungskräfte in größeren Unternehmen sind.

Die lokale Direktansprache passt gut zu Agenturen, weil Google Maps Unternehmen bereits nach Branche und Ort sortiert. Das ist dieselbe Liste, die Sie sonst an mehreren Abenden von Hand zusammensuchen würden. Beachten Sie aber, dass für Telefon und E-Mail in Deutschland strenge Regeln gelten, mehr dazu im Abschnitt zur Rechtslage weiter unten.

Wie gewinnen Sie in 5 Schritten Ihre ersten Neukunden?

Wählen Sie Nische und Stadt, bauen Sie eine lokale Liste, filtern Sie nach Lücken, sprechen Sie mit einem konkreten Anlass an und verfolgen Sie jede Antwort nach. Jeder Schritt ist klein genug für eine einzige Arbeitssitzung.

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Nische und Stadt wählen

„Marketing“ an alle zu verkaufen ist der langsamste Weg. Konzentrieren Sie sich auf eine Branche in einer Stadt, zum Beispiel Zahnarztpraxen in Köln, Restaurants in Leipzig oder Fitnessstudios in Hamburg. So werden Ihre Beispiele, Referenzen und Argumente von Anfang an spezifisch.

2

Die Liste aus Google Maps erstellen

Suchen Sie in Google Maps nach Branche und Stadt und lassen Sie die Treffer von einem Werkzeug erfassen, statt sie abzutippen. Wie das funktioniert, zeigt das Tutorial-Video. Weitere Hinweise finden Sie im Beitrag, wie Sie lokale Unternehmen in jeder Stadt finden.

3

Nach Lücken filtern, die Sie schließen können

Behalten Sie nur Unternehmen, deren Eintrag ein Problem zeigt, das zu Ihrer Leistung passt. Welche Signale dafür taugen, steht im übernächsten Abschnitt.

4

Mit einem konkreten Anlass ansprechen

Nennen Sie einen sachlichen Punkt aus dem Eintrag und schlagen Sie einen kleinen nächsten Schritt vor, etwa eine kurze Analyse. Wählen Sie dafür einen Weg, der nach § 7 UWG zulässig ist. Was das für Telefon und E-Mail heißt, klärt der Abschnitt zur Rechtslage.

5

Nachfassen und jede Antwort festhalten

Die meisten Antworten kommen nicht auf den ersten Kontakt. Planen Sie deshalb Wiedervorlagen und halten Sie den Status jedes Unternehmens fest, am besten in einer klaren Sales-Pipeline.

Wer lokale Firmen als Kunden gewinnt, verkauft selten „digitales Marketing“. Er nennt eine Lücke in einem Eintrag und bietet eine konkrete Lösung dafür an. Konkret schlägt clever.

Welche Signale in Google Maps zeigen, dass ein Unternehmen eine Agentur braucht?

Ein leerer, unvollständiger oder vernachlässigter Eintrag ist das deutlichste Zeichen, dass ein Unternehmen Unterstützung brauchen könnte. Google beschreibt in der Hilfe zum Unternehmensprofil, dass lückenlose und ausführliche Unternehmensinformationen die Relevanz eines Eintrags für Suchanfragen erhöhen und dass mehr Rezensionen und positive Bewertungen das Ranking in lokalen Ergebnissen verbessern können. Was im Eintrag fehlt, ist ein möglicher Gesprächsanlass.

Signal im EintragWas es nahelegtPassende Leistung
Keine WebsiteKunden finden den Betrieb nur über den Eintrag.Webdesign und lokale SEO
Wenige Bewertungen oder keine Antworten der InhaberDer Ruf wird nicht aktiv gepflegt.Bewertungsmanagement
Fehlende Öffnungszeiten, Fotos oder BeschreibungDas Profil wurde nie fertig eingerichtet.Einrichtung des Google-Unternehmensprofils
Keine verknüpften Social-Media-ProfileDer Betrieb fehlt dort, wo Kunden unterwegs sind.Social-Media-Betreuung
Gute Bewertungen, schwache Online-PräsenzOffline beliebt, online kaum sichtbar.Content und bezahlte Reichweite

Das sind Hinweise, keine Beweise: Ein Betrieb ohne Website kann gut ausgelastet sein und bewusst darauf verzichten. Formulieren Sie Ihre Beobachtung deshalb als Frage oder Angebot. Wie sich die häufigste Lücke in ein Projekt verwandeln lässt, steht im Leitfaden zum Thema Websites an lokale Unternehmen verkaufen.

Wie finden Sie den Ansprechpartner und was gehört in die erste Nachricht?

Suchen Sie die Inhaberin, den Inhaber oder die Geschäftsführung, nicht die allgemeine Adresse, und beginnen Sie mit einem Detail, das nur dieses Unternehmen betrifft. In Deutschland hilft dabei das Impressum: Nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz müssen Anbieter geschäftsmäßiger, in der Regel entgeltlicher digitaler Dienste unter anderem Namen und Anschrift, bei juristischen Personen den Vertretungsberechtigten und Angaben für eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme leicht erkennbar bereithalten, siehe § 5 DDG. Weitere Wege zur richtigen Person zeigt der Beitrag Wem gehört die Firma.

Eine gute erste Nachricht hat drei Teile:

  1. Die Beobachtung: ein sachliches Detail aus dem Eintrag, zum Beispiel: „Bei Ihrer Praxis ist in Google Maps keine Website hinterlegt.“
  2. Die Folge: warum das für das Unternehmen wichtig ist, in einem Satz.
  3. Die kleine Bitte: eine kurze Analyse oder ein Telefonat von zehn Minuten, keine Vorauszahlung.

Verlassen Sie sich nicht auf einen Kanal. Viele Inhaber vor Ort sind telefonisch besser erreichbar als per Post oder Formular. Sammeln Sie deshalb alle Kontaktwege, die das Unternehmen selbst veröffentlicht, und prüfen Sie vor jedem Kontakt, ob der gewählte Weg zulässig ist. Das ist das Thema des nächsten Abschnitts.

Was ist bei der Kaltakquise in Deutschland erlaubt: Telefon und E-Mail?

Maßgeblich ist § 7 UWG: Gegenüber Unternehmen ist ein Werbeanruf nur bei zumindest mutmaßlicher Einwilligung zulässig, Werbung per E-Mail setzt eine vorherige ausdrückliche Einwilligung voraus. Der Gesetzestext unterscheidet hier nicht zwischen Verbrauchern und Unternehmen, sobald es um elektronische Post geht. Die Tabelle fasst zusammen, was für Agenturen daraus folgt.

WegWas die Regeln sagenFolge für Ihre Agentur
Telefon an ein Unternehmen§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG: zumindest mutmaßliche Einwilligung. Die Aufsichtsbehörden verlangen mehr als bloße Sachbezogenheit, nämlich einen konkreten Grund aus dem Interessenbereich des Angerufenen.Nur mit dokumentiertem Anlass anrufen, zum Beispiel einem geschäftlichen Vorkontakt.
E-Mail§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG: ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung stets unzumutbare Belästigung. Die Ausnahme in Absatz 3 betrifft Adressen, die Sie beim Verkauf einer Leistung erhalten haben.Keine kalte Erst-E-Mail an fremde Unternehmen. Einwilligung vorher einholen.
Jede Werbenachricht§ 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG: Absender nicht verschleiern, gültige Adresse für den Widerspruch angeben.Impressum, klare Identität und einfache Abmeldung in jede Nachricht.
WerbewiderspruchArt. 21 Abs. 2 DSGVO. Nach der Orientierungshilfe kann eine Werbesperrdatei das richtige Mittel sein, um Widersprüche zu beachten.Widersprüche sofort erfassen und die Person nie wieder ansprechen.

Praktisch heißt das: Bauen Sie Ihre Liste aus Google Maps, aber nutzen Sie sie zunächst, um zu priorisieren und zu recherchieren, nicht für Massenmails. Kontakte mit Anlass gehen per Telefon, Interessenten, die sich selbst melden oder einwilligen, per E-Mail. Viele lokale Betriebe sind Einzelunternehmen, bei denen Firmenname und Person zusammenfallen, behandeln Sie deren Daten deshalb mit der Sorgfalt personenbezogener Daten. Welche Folgen unerlaubte Werbe-E-Mails haben können, erklärt der Beitrag zur Kalt-E-Mail ohne DSGVO-Verstoß. Vorlagen wie die Kaltakquise-E-Mail-Vorlage setzen Sie nur dort ein, wo die Voraussetzungen erfüllt sind. Zu Brief und persönlichem Besuch sagt dieser Beitrag nichts, klären Sie das im Einzelfall. Dies sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung.

Checkliste: Ist Ihre Agentur bereit für die Neukundengewinnung?

Woran erkennen Sie, dass Ihre Akquise funktioniert?

Erfassen Sie wöchentlich wenige Kennzahlen und ändern Sie immer nur eine Stellschraube. Allgemeingültige Richtwerte für Antworten oder Abschlüsse gibt es nicht, weil sie von Nische, Angebot und Botschaft abhängen. Vergleichen Sie sich daher mit Ihrer eigenen Entwicklung.

  1. Pro Woche angesprochene Unternehmen: das tatsächlich geleistete Volumen.
  2. Antwortquote: sie prüft Ihre Liste und Ihren ersten Satz.
  3. Vereinbarte Gespräche oder Analysen: daran lesen Sie ab, wie Ihr Angebot ankommt.
  4. Versendete Angebote und unterschriebene Verträge: sie prüfen Ihren Abschluss.
  5. Falsche Nummern und ungültige Adressen: sie zeigen, wie es um die Datenqualität steht.

Bei wenigen Antworten passen Sie Liste oder ersten Satz an. Kommen Gespräche zustande, aber niemand unterschreibt, überarbeiten Sie das Angebot. Ein einzelner Kontakt reicht selten, planen Sie daher pro Unternehmen mehrere Nachfassschritte ein.

Wie hilft Vonsel Agenturen bei Liste und Nachverfolgung?

Suchen Sie in Google Maps und klicken Sie auf „Start“. Vonsel sammelt die Unternehmenstreffer, während Sie die Karte erkunden, und geht dabei über die auf den ersten Blick sichtbaren Markierungen hinaus. Die Suche lässt sich jederzeit pausieren, fortsetzen und speichern. Google Maps liefert keine geschäftlichen E-Mail-Adressen. Vonsel besucht daher die verfügbaren Unternehmenswebsites, um veröffentlichte E-Mails, weitere Telefonnummern und Links zu bis zu 118 unterstützten sozialen Netzwerken und Plattformen zu finden. Was gefunden wird, hängt von den Angaben der jeweiligen Website ab.

Halten Sie die Unternehmen auf einer Karte fest, ordnen Sie sie nach Phasen und bearbeiten Sie Details. Kanban-Ansicht, Kalender, Notizen, Aktionen, Tags und eigene Felder machen aus der Liste das Nachfass-System aus Schritt 5. Mehr zum Aufbau finden Sie im Beitrag CRM für Agenturen. Die einzelnen Pläne vergleichen Sie auf der Preisseite von Vonsel.

Kurz zusammengefasst:

  • Wählen Sie zuerst Nische und Stadt, bevor Sie irgendetwas aufbauen.
  • Lesen Sie die Lücken in den Einträgen und bieten Sie die Leistung an, die sie schließt.
  • Prüfen Sie vor jedem Kontakt den Weg nach § 7 UWG, halten Sie jeden Schritt fest und beachten Sie Widersprüche.
Eine Datenbank potenzieller Kunden für Ihre Agentur aufbauen
Suchen Sie in Google Maps und klicken Sie auf Start. Erfassen Sie veröffentlichte Website-Kontakte und halten Sie jeden Interessenten in einem CRM fest. KI und Export hängen von Ihrem Plan ab.
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Häufig gestellte Fragen

Wie gewinne ich Neukunden für meine Agentur?
Wählen Sie eine Nische und eine Stadt, bauen Sie aus Google Maps eine Liste lokaler Unternehmen und filtern Sie nach erkennbaren Lücken wie fehlender Website oder wenigen Bewertungen. Sprechen Sie jedes Unternehmen mit einem konkreten Anlass auf einem zulässigen Weg an und halten Sie den Stand jedes Kontakts im CRM fest. Wiederholen Sie das jede Woche, statt auf Empfehlungen zu warten.
Was versteht man unter Neukundengewinnung für Agenturen?
Neukundengewinnung für Agenturen ist der laufende Prozess, Unternehmen zu finden, deren Bedarf zu Ihren Leistungen passt, und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Er läuft unabhängig von den Kampagnen, die Sie für Bestandskunden umsetzen. Dazu gehören eine Zielliste, die Ansprache mit einem relevanten Anlass, die Auswertung der Antworten und die Umwandlung interessierter Firmen in Aufträge.
Welcher Kanal eignet sich am besten, um Kunden für eine Agentur zu gewinnen?
Einen besten Kanal gibt es nicht. Empfehlungen sind günstig, aber nicht planbar, Content und SEO brauchen Monate, bezahlte Anzeigen brauchen Budget. Für eine neue Agentur bringt die gezielte Ansprache einer lokalen Nische meist die schnellsten ersten Gespräche, weil Sie selbst bestimmen, wen Sie kontaktieren. In Deutschland gelten dabei für Telefon und E-Mail die Regeln aus § 7 UWG.
Wie viele Unternehmen muss ich ansprechen, um einen Kunden zu gewinnen?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, denn Antwort- und Abschlussquoten hängen von Nische, Angebot und Konkretheit Ihrer Nachricht ab. Zählen Sie einige Wochen lang angesprochene Firmen, Antworten, vereinbarte Gespräche und gewonnene Aufträge. Aus Ihren eigenen Zahlen leiten Sie dann ab, wie groß Ihre Liste pro Woche sein muss.
Wie finde ich lokale Unternehmen, die Marketing brauchen?
Suchen Sie in Google Maps nach Branche und Stadt und achten Sie auf Einträge mit Lücken: keine Website, wenige Bewertungen, fehlende Fotos oder Öffnungszeiten, kein Social-Media-Profil. Ein Werkzeug, das die Treffer in einer Liste sammelt, lässt Sie nach diesen Kriterien filtern, statt jeden Eintrag einzeln zu prüfen. Die Lücken sind Hinweise auf einen möglichen Bedarf, keine Beweise.
Darf ich Unternehmen ohne Einwilligung per E-Mail anschreiben?
Nach dem Wortlaut von § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG ist Werbung per elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten stets eine unzumutbare Belästigung. Die Ausnahme in Absatz 3 betrifft nur Kunden, deren Adresse Sie beim Verkauf erhalten haben. Eine kalte Erst-E-Mail an ein fremdes Unternehmen ist daher riskant. Dies ist keine Rechtsberatung, fragen Sie im Zweifel eine Anwältin oder einen Anwalt.
Darf ich Unternehmen kalt anrufen?
Gegenüber sonstigen Marktteilnehmern, also Unternehmen, genügt nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG eine zumindest mutmaßliche Einwilligung. Die Datenschutzaufsichtsbehörden betonen, dass bloße Sachbezogenheit des Angebots nicht reicht. Es braucht einen konkreten Grund aus dem Interessenbereich des Angerufenen, etwa einen geschäftlichen Vorkontakt. Dokumentieren Sie diesen Anlass vor dem Anruf. Dies ist keine Rechtsberatung.
Wie hebe ich mich von anderen Agenturen ab?
Spezialisieren Sie sich. Wählen Sie eine Branche, lernen Sie deren typische Probleme kennen und bieten Sie eine konkrete Lösung an, statt allgemeines Online-Marketing. Eine Nachricht, die ein echtes Detail aus dem Google-Eintrag nennt, zeigt, dass Sie sich vorbereitet haben, und hebt sich von Standardschreiben ab, die Inhaberinnen und Inhaber ohnehin ignorieren.

Quellen