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Was kostet eine Website? SEO und Webdesign für lokale Betriebe richtig bepreisen

Echte Honorardaten aus einer Umfrage unter 439 Anbietern, eine Methode, den Preis einer Website aus dem Umfang abzuleiten, und ein Weg, jedes Angebot vor dem ersten Anruf mit einer Google-Maps-Liste zu kalkulieren.

Wichtigste Erkenntnisse
  • Lokales SEO kostete laut einer Umfrage unter 439 Anbietern im Schnitt 1.557 US-Dollar pro Monat: 1.819 bei Agenturen, 1.150 bei Freelancern (Ahrefs, Stand August 2024, internationale Daten).
  • Eine Website ist ein Festpreisprojekt, SEO eine laufende Pauschale. 78,2 % der befragten Anbieter berechnen eine monatliche Pauschale, 48,9 % arbeiten projektbezogen.
  • Ihre Zielgruppe ist klein: 99,3 % der Unternehmen in Deutschland sind laut Statistischem Bundesamt kleine und mittlere Unternehmen. Klare Pakete verkaufen sich besser als Einzelangebote.
  • Niemand kann Platz 1 bei Google garantieren. Preisen Sie Leistungen, nicht Positionen, und nennen Sie Beträge eindeutig netto oder brutto (Kleinunternehmer: § 19 UStG).
  • Kalkulieren Sie vor dem ersten Anruf: Rezensionen, Bewertung, Kategorien und Website-Status auf Google Maps zeigen, wie viel Arbeit ein Betrieb braucht.

Was kostet eine Website und was kostet SEO für einen lokalen Betrieb?

Was kostet eine Website? Das hängt vom Umfang ab, deshalb gibt es keinen verlässlichen Einheitspreis. Anbieter kalkulieren einen Festpreis aus Seiten, Funktionen, Texten und Korrekturrunden. Für lokales SEO zeigt eine Umfrage unter 439 Anbietern im Schnitt 1.557 US-Dollar pro Monat, meist als monatliche Pauschale.

Zwei Begriffe vorab. Ein Festpreis ist ein vereinbarter Betrag für ein klar beschriebenes Ergebnis, zum Beispiel eine Website mit fünf Seiten. Eine Pauschale (englisch Retainer) ist eine feste monatliche Gebühr für eine festgelegte Liste laufender Leistungen, zum Beispiel die Pflege eines Google-Unternehmensprofils.

Die Zahlen in diesem Beitrag stammen aus einer Ahrefs-Umfrage unter 439 SEO-Anbietern, zuletzt aktualisiert im August 2024. Sie sind in US-Dollar angegeben und werden hier bewusst nicht in Euro umgerechnet, weil Kurse schwanken. Sie sind ein Prüfmaßstab für Ihr Angebot, keine deutsche Preisliste.

Für Websites kennen wir keine amtliche oder unabhängige Erhebung, die so belastbar wäre wie diese SEO-Umfrage. Der Beitrag zeigt deshalb eine Kalkulationsmethode statt einer Zahl, und die schützt Ihre Marge besser als ein Durchschnittspreis.

1.557 $
Durchschnittspreis für lokales SEO pro Monat in der Ahrefs-Umfrage unter 439 Anbietern
78,2 %
der befragten Anbieter berechnen SEO als monatliche Pauschale
99,3 %
der Unternehmen in Deutschland sind kleine und mittlere Unternehmen (Destatis, 2024)
Wissen Sie vor dem Angebot, was jeder Betrieb braucht
Erfassen Sie eine Branche und eine Stadt aus Google Maps und sortieren Sie nach Rezensionen, Bewertung und Website. Die kostenlose Erfassung deckt 200 Unternehmen im Monat ab; KI und Export hängen von Ihrem Plan ab.
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Was berechnen Agenturen und Freelancer für lokales SEO?

Agenturen berechnen mehr als Freelancer, und lokale Aufträge liegen unter dem Durchschnitt aller SEO-Leistungen. Die Tabelle zeigt die Mittelwerte der Umfrage. Ahrefs weist darauf hin, dass die Berechnung vom oberen Ende der jeweils gewählten Preisspanne ausgeht. Lesen Sie die Werte daher eher als Obergrenzen denn als typische Rechnungsbeträge.

AnbietertypØ monatliche Pauschale, alle SEO-Leistungen (US-Dollar)Ø monatlicher Preis, lokales SEO (US-Dollar)
Agenturen3.2091.819
Freelancer1.3481.150
Alle Anbieter2.9171.557

Rund 42 % der Anbieter berechnen kleinen Unternehmen zwischen 250 und 1.000 US-Dollar pro Monat, und 90 % verlangen höchstens 150 US-Dollar pro Stunde. Wer seit mehr als zwei Jahren im Geschäft ist, verlangt laut Umfrage rund 33 % mehr als jüngere Anbieter.

Mindestens so wichtig wie Ihr Preis ist die Größe Ihrer Kunden. Laut Statistischem Bundesamt zählten 2024 rund 3,2 Millionen Unternehmen in Deutschland, 99,3 % davon zu den kleinen und mittleren Unternehmen. Kleinstunternehmen haben dort bis zu 9 Beschäftigte und bis zu 2 Millionen Euro Umsatz. Die meisten Ihrer Interessenten sind also inhabergeführte Betriebe, vom Friseur bis zum Elektriker. Deshalb verkauft sich ein klares, wiederholbares Paket besser als ein Individualangebot für jeden Betrieb.

Festpreis, Pauschale oder Stundensatz: Welches Modell passt zu welchem Auftrag?

Nutzen Sie einen Festpreis, wenn die Arbeit ein Enddatum hat, eine Pauschale, wenn sie laufend ist, und einen Stundensatz nur bei unklarem Umfang. Lokales SEO und Profilpflege sind laufende Arbeit, der Start einer Website ist ein Projekt.

ModellEinsatzHauptrisikoAnteil der Anbieter
Monatliche PauschaleLokales SEO, Profilpflege, BerichteUmfang wächst ohne schriftliche Leistungsliste78,2 %
Festpreis pro ProjektWebsites, Audits, Profil-Einrichtung, UmzügeBeliebig viele Korrekturrunden fressen die Marge48,9 %
StundensatzBeratung, Schulung, unklarer UmfangKunden vergleichen Ihren Stundensatz statt Ihres Ergebnisses34,8 %

Die Anteile ergeben mehr als 100 %, weil viele Anbieter mehrere Modelle mischen. Häufig steht am Anfang ein Audit oder eine Website zum Festpreis und danach eine monatliche Pauschale. Das senkt auch das Risiko des Kunden: Er bekommt ein greifbares Ergebnis, bevor er sich monatlich bindet.

Ein praktischer Punkt für Deutschland: Nennen Sie jeden Betrag eindeutig als netto oder brutto. Nach § 19 UStG sind Umsätze steuerfrei, wenn der Gesamtumsatz im Vorjahr 25.000 Euro nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht überschreitet (Kleinunternehmerregelung). Ob das auf Sie zutrifft, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung, bevor Sie Ihre Preisliste festlegen.

Wie bepreisen Sie eine Website: Festpreis nach Umfang?

Berechnen Sie einen Festpreis aus dem Umfang. Öffentliche Preislisten für Websites streuen zu stark, um als Maßstab zu dienen. Eine Methode nach Leistungsumfang ist verlässlicher, und sie lässt sich in vier Schritten umsetzen:

1

Beschreiben Sie den Umfang in zählbaren Einheiten

Seiten, Formulare, Buchungs- oder Zahlungsfunktionen, Texte, Fotos, Sprachen, Umzug einer alten Website. Was sich nicht zählen lässt, lässt sich nicht bepreisen.

2

Schätzen Sie den Aufwand je Einheit

Nehmen Sie Ihre eigenen früheren Projekte als Grundlage und multiplizieren Sie mit dem Stundensatz, den Sie selbst brauchen.

3

Planen Sie einen Puffer ein und begrenzen Sie die Korrekturrunden

Vereinbaren Sie eine feste Zahl an Korrekturrunden. Alles darüber hinaus ist Mehraufwand und steht so im Angebot. Legen Sie außerdem schriftlich fest, wann die Website als abgenommen gilt.

4

Vergleichen Sie die Summe mit dem Wert eines Neukunden

Fragen Sie, was ein neuer Kunde den Betrieb im Schnitt einbringt. Ein Handwerksbetrieb mit hohem Auftragswert trägt eine höhere Gebühr als ein Laden mit schmaler Marge.

PreistreiberSenkt den PreisErhöht den Preis
GrößeEin- oder WenigseiterViele Leistungs- oder Standortseiten
InhalteKunde liefert Texte und FotosSie schreiben Texte und organisieren Fotos
FunktionenKontaktformular und Anruf-ButtonBuchung, Zahlung, Angebotsrechner, Schnittstellen
AusgangslageNeue Website auf neuer DomainUmzug einer alten Website mit Weiterleitungen
BetreuungKunde pflegt die Website selbstSie übernehmen Hosting, Updates und Änderungen

Verkaufen Sie an Betriebe ohne Website, hilft der Leitfaden Websites an lokale Unternehmen verkaufen bei der Ansprache. Wo Sie diese Betriebe finden, zeigt der Beitrag zu Unternehmen ohne Website in Ihrer Nähe. Ob sich der Markt für Webdesign lohnt, beantwortet Hat Webdesign Zukunft?, und den Einstieg als Freelancer beschreibt Webdesign selbstständig machen. Betriebe ohne Website brauchen meist zuerst das Projekt und später die SEO-Pauschale.

Verkaufen Sie die Website als Projekt und das SEO als Pauschale, und führen Sie beides als zwei getrennte Positionen im selben Angebot. Ein gemischter Monatspreis verschleiert, wofür der Kunde zahlt, und macht beide Teile schwerer zu verteidigen.

Was gehört in ein lokales SEO-Paket, damit der Preis trägt?

Ein Paket behält seinen Preis, wenn jede Position eine Leistung ist, die der Inhaber nachprüfen kann. Schreiben Sie die Liste ins Angebot und binden Sie den Preis an diese Liste statt an ein vages Sichtbarkeitsversprechen. Die Richtlinien von Google für die Darstellung Ihres Unternehmens nennen konkrete Punkte: Name, Adresse und Einzugsgebiet korrekt angeben und so wenige Kategorien wie möglich für das Kerngeschäft wählen. Daraus lassen sich nachvollziehbare Aufgaben ableiten.

PaketTypischer BetriebLeistungen laut Leistungsliste
AufräumenLeeres oder nicht bestätigtes Profil, kaum AktivitätProfil bestätigen, Name, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten korrigieren, Kategorien prüfen, Fotos ergänzen
PflegenGepflegtes Profil mit stetigem KundenstromAufräumen plus Antworten auf Rezensionen, regelmäßige Beiträge, Monatsbericht zu Anrufen und Routenanfragen
WachsenBetrieb mit Standort und WettbewerbsspielraumPflegen plus Website-Inhalte und Korrekturen, Leistungsseiten, Ablauf für Bewertungsanfragen, Wettbewerbsvergleich pro Quartal
Mehrere StandorteFilialen oder mehrere EinsatzgebieteAufgaben je Standort wiederholen, mit eigenem Profil und eigenem Bericht

Legen Sie die Preise je Paket einmal fest, prüfen Sie sie an den Umfragewerten und verwenden Sie sie wieder, das beschleunigt den Verkauf. Welche Zielgruppe sich für eine Agentur lohnt, steht in Neukunden für die Agentur gewinnen.

Wie schätzen Sie ein Angebot ein, bevor Sie anrufen?

Lesen Sie den Google-Maps-Eintrag und ordnen Sie den Betrieb einem Paket zu. Vier sichtbare Signale genügen: Zahl der Rezensionen, Bewertung, Kategorien und ob eine Website verlinkt ist. Erfassen Sie diese Daten für eine ganze Branche in einer Stadt, und Sie können ein Gebiet in einem Nachmittag bepreisen, statt einzelne Interessenten zu recherchieren.

So gehen Sie vor:

1

Erfassen Sie eine Branche in einer Stadt

Suchen Sie bei Google Maps zum Beispiel nach Dachdeckern in Leipzig oder Zahnärzten in Dortmund und erfassen Sie die Ergebnisse mit der Vonsel-Erweiterung. Sie erhalten Namen, Adressen, Telefonnummern, Websites, Bewertungen und Rezensionszahlen. Das Tutorial-Video zeigt den ganzen Ablauf.

2

Sortieren Sie nach Website und Rezensionen

Keine Website bedeutet zuerst ein Projektangebot. Eine Website mit wenigen Rezensionen deutet auf das Paket Aufräumen oder Pflegen. Ein starkes Profil mit veralteter Website führt zum Gespräch über Wachsen.

3

Ordnen Sie jedem Betrieb ein Paket zu

Legen Sie das Paket in einer Spalte oder einer CRM-Phase ab, damit jeder Interessent schon vor dem Kontakt eine Preisstufe hat.

4

Beginnen Sie mit der Lücke, die Sie gesehen haben

Nennen Sie die konkrete Lücke und bieten Sie eine bezahlte Analyse oder ein Einstiegsprojekt zum Festpreis an. Ihr Angebot ist dann die Antwort auf etwas, das der Inhaber selbst prüfen kann.

Das Vonsel-Dashboard legt die erfassten Betriebe in einem CRM mit Karte ab und wertet Rezensionen aus, um Kundenbeschwerden sichtbar zu machen. Zusätzlich erzeugt es für jeden Betrieb eine KI-gestützte E-Mail, die den konkreten Betrieb erwähnt, statt als Vorlage zu klingen. Die Erweiterung ist zum Start kostenlos; die Preisseite zeigt, was die einzelnen Pläne enthalten. Wie Sie danach ansprechen, ohne gegen die Spielregeln zu verstoßen, lesen Sie im Beitrag zur Kaltakquise.

Machen Sie aus einer Stadt eine bepreiste Interessentenliste
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Wie schützen Sie Ihre Marge und vermeiden Ranking-Versprechen?

Bepreisen Sie die Arbeit, die Sie steuern, nicht das Ergebnis, das Sie nicht steuern. Googles Hinweise zur Auswahl eines SEO-Experten sagen, dass niemand eine Platzierung an erster Stelle garantieren kann, und raten, sich einen anderen SEO zu suchen, wenn jemand das verspricht. Dieselbe Seite empfiehlt Website-Betreibern, nach den erwarteten Ergebnissen, dem Zeitraum und der Erfolgsmessung zu fragen. Halten Sie diese Antworten bereit.

Dort steht auch, dass ein kleines lokales Unternehmen wahrscheinlich die meiste Arbeit selbst erledigen kann. Ihr Angebot muss deshalb zeigen, was Sie dem Betrieb abnehmen: Zeit, Erfahrung und ein nachvollziehbarer Ablauf.

Drei Gewohnheiten halten eine Pauschale profitabel:

  • Eine schriftliche Leistungsliste. Alles darüber hinaus wird als eigene Position angeboten.
  • Ein Monatsbericht über vereinbarte Kennzahlen. Anrufe, Routenanfragen und Rezensionen lassen sich leichter vertreten als Rankings.
  • Ein Überprüfungstermin. Prüfen Sie Umfang und Preis alle sechs oder zwölf Monate, statt stillschweigend mehr Arbeit für dasselbe Honorar zu leisten.

Hält ein Inhaber den Preis für zu hoch, gewähren Sie nicht sofort Rabatt. Fragen Sie nach seiner Erwartung, erklären Sie den Leistungsumfang und bieten Sie ein kleineres Paket an. So bleibt das Gespräch am Leben, ohne dass Ihre Marge leidet.

Bepreisen Sie die Leistungen, die Sie steuern. Berichten Sie über die Ergebnisse, die Sie messen können.

Was prüfen Sie, bevor Sie das Angebot abschicken?

Prüfen Sie sechs Punkte, bevor ein Angebot Ihr Postfach verlässt. Jeder Punkt verhindert einen typischen Margenverlust, und zusammen brauchen sie pro Interessent etwa zehn Minuten, sobald Ihre Pakete stehen.

  1. Der Paketname entspricht dem, was Sie im Google-Maps-Eintrag gesehen haben: Aufräumen, Pflegen, Wachsen oder Mehrere Standorte.
  2. Die Website ist ein Festpreis mit einer festgelegten Zahl an Korrekturrunden und einer schriftlichen Abnahme.
  3. Das SEO ist eine monatliche Pauschale, die an eine schriftliche Leistungsliste gebunden ist.
  4. Berichtsrhythmus und Maßnahmen stehen im Angebot, ohne Zusage einer Platzierung.
  5. Das Angebot nennt, was nicht enthalten ist und wie Zusatzarbeit berechnet wird, und jeder Betrag ist eindeutig netto oder brutto.
  6. Sie wissen, was ein Neukunde für diesen Betrieb wert ist, und Ihr Preis steht dazu in einem sinnvollen Verhältnis.
Starten Sie mit einer Liste, die Sie bepreisen können
Erfassen Sie eine Branche aus Google Maps, ordnen Sie jedem Betrieb ein Paket zu und schicken Sie passende Angebote. Die kostenlose Erfassung deckt 200 Unternehmen im Monat ab; KI und Export hängen von Ihrem Plan ab. Mehr dazu auf der Seite Funktionen.
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Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Website für ein kleines Unternehmen?
Einen verlässlichen Einheitspreis gibt es nicht, weil der Umfang den Preis bestimmt: Zahl der Seiten, Funktionen wie Buchung oder Zahlung, Texte, Fotos, Korrekturrunden und Betreuung. Seriöse Anbieter nennen deshalb einen Festpreis für ein klar beschriebenes Paket. Wer selbst anbietet, zählt den Umfang, schätzt den Zeitaufwand, plant einen Puffer ein und vergleicht die Summe mit dem Wert eines Neukunden für den Betrieb.
Was kostet lokales SEO pro Monat?
In einer Umfrage von Ahrefs unter 439 SEO-Anbietern (Stand August 2024) lag der Durchschnitt für lokales SEO bei 1.557 US-Dollar pro Monat: 1.819 bei Agenturen und 1.150 bei Freelancern. Etwa 42 % der Anbieter verlangen von kleinen Unternehmen 250 bis 1.000 US-Dollar monatlich. Die Zahlen stammen aus einer internationalen Umfrage und gelten nicht automatisch für Deutschland, taugen aber als Prüfmaßstab für Ihr Angebot.
Wie viel sollte ich als Freelancer für SEO verlangen?
Kalkulieren Sie aus Ihrem Leistungsumfang, Ihrer Zeit und dem Wert eines Neukunden für den Betrieb, nicht aus einem Durchschnitt. Zur Orientierung: Laut Ahrefs verlangten Freelancer für lokales SEO im Schnitt 1.150 US-Dollar monatlich, und 90 % der Anbieter berechnen höchstens 150 US-Dollar pro Stunde. Wer erst kurz im Geschäft ist, liegt eher im unteren Bereich, wer Ergebnisse nachweisen kann, darf höher ansetzen.
Soll ich nach Stunden, pro Projekt oder mit einer Pauschale abrechnen?
Für Arbeit mit Enddatum, etwa eine Website oder ein Audit, eignet sich ein Festpreis pro Projekt. Für laufende Arbeit wie lokales SEO und Profilpflege passt eine monatliche Pauschale mit schriftlicher Leistungsliste. Stundensätze lohnen sich nur bei Beratung mit unklarem Umfang. Laut Ahrefs nutzen 78,2 % der Anbieter Pauschalen, 48,9 % Projektpreise und 34,8 % Stundensätze, viele kombinieren mehrere Modelle.
Kann ich in meinen SEO-Preisen Platz 1 bei Google garantieren?
Nein. Google schreibt in seinen Hinweisen zur Auswahl eines SEO-Experten, dass niemand eine Platzierung an erster Stelle garantieren kann, und rät, sich einen anderen SEO zu suchen, wenn jemand das verspricht. Bepreisen Sie deshalb Leistungen, die Sie steuern: eine schriftliche Liste von Maßnahmen, einen monatlichen Bericht und vereinbarte Kennzahlen. Ergebnisse formulieren Sie als Ziele, nicht als Zusagen.
Nenne ich Preise netto oder brutto, und was gilt für Kleinunternehmer?
Gewerbliche Kunden rechnen üblicherweise mit Nettopreisen, daher sollten Sie im Angebot eindeutig angeben, ob ein Betrag netto oder brutto ist. Nach § 19 UStG sind Umsätze steuerfrei, wenn der Gesamtumsatz im Vorjahr 25.000 Euro nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht überschreitet. Ob das auf Sie zutrifft, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
Wie finde ich lokale Betriebe, die sich meine Preise leisten können?
Erfassen Sie eine Branche und eine Stadt aus Google Maps und sortieren Sie nach Zahl der Rezensionen, Bewertung, Kategorien und Website-Status. Betriebe mit gepflegtem Profil und Wachstumsspielraum passen zu einer monatlichen Pauschale, Betriebe ohne Website zunächst zu einem Projektpreis. Teilen Sie die Liste in Pakete ein, bevor Sie das erste Angebot schreiben.

Quellen