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Transportaufträge finden: So gewinnen Sie Verlader für Ihren Koffer-Lkw und wiederkehrende Touren

Woher Aufträge für Koffer-Lkw und Transporter kommen, was Sie vor dem ersten Vertrag klären müssen (Lizenz, Führerschein, Versicherung) und wie Sie über Google Maps lokale Verlader finden, die jede Woche Ware bewegen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Transportaufträge stammen aus vier Quellen: Frachtbörsen und Disponenten, Paketdienste und Kontraktlogistiker, lokale Verlader und öffentliche Auftraggeber.
  • Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht sind nach § 2 Absatz 1 Nr. 10 GüKG von den Regeln zum gewerblichen Güterkraftverkehr ausgenommen. Darüber braucht ein Unternehmer mit Sitz im Inland nach § 3 GüKG eine Gemeinschaftslizenz.
  • Die Mindestversicherungssumme der Haftpflicht beträgt nach § 7a GüKG 600.000 Euro je Schadensereignis.
  • Führerschein nach § 6 FeV: Klasse B bis 3.500 kg, Klasse C1 bis 7.500 kg, darüber Klasse C.
  • Der am wenigsten umkämpfte Weg führt über lokale Verlader. Google Maps listet sie nach Branche und Stadt, und die kostenlose Vonsel-Erweiterung erfasst bis zu 200 Unternehmen pro Monat.

Was sind Transportaufträge und woher kommen sie?

Transportaufträge finden Sie, indem Sie vier Quellen parallel bedienen: Frachtbörsen für den schnellen Einstieg, Paketdienste und Kontraktlogistiker für feste Touren, lokale Verlader für wiederkehrende Direktaufträge und öffentliche Ausschreibungen für langfristige Verträge. Mit Lizenz, Versicherungsnachweis und einer kurzen, regionalen Zielliste kommt der erste Auftrag deutlich schneller.

Ein Transportauftrag ist die Vereinbarung, bestimmte Güter von A nach B zu befördern, zu einem festen Preis pro Fahrt, pro Stopp oder pro Tour. Ein Transportvertrag macht daraus wiederkehrende Arbeit: Er legt Preisbasis, Liefertage und Haftung fest und ersetzt das tägliche Suchen nach Einzelfrachten. Wer mit einem Koffer-Lkw oder Transporter unterwegs ist, kann ihn schriftlich abschließen oder eine bestehende Absprache später festhalten.

Die meisten Ratgeber enden bei den Frachtbörsen. Dort ist am meisten los, weil jeder mit einem Fahrzeug mitbieten kann.

KanalWer vergibtWas Sie brauchenAm besten geeignet für
Frachtbörsen und DisponentenSpediteure und Verlader, die einzelne Frachten ausschreibenEigene Papiere, Versicherungsnachweis und ein Profil, das Disponenten prüfen könnenLücken füllen und den Einstieg schaffen
Paketdienste und KontraktlogistikerZustellnetze und Logistikdienstleister, die Subunternehmer einsetzenPapiere und Versicherung sowie die Fahrzeug- und Fahrerstandards des AuftraggebersFeste, wiederkehrende Touren
Lokale Verlader und HändlerMöbel-, Elektro-, Baustoff- und Großhandelsbetriebe mit sperriger WareEin direktes Angebot, eine Probetour und eine einfache schriftliche VereinbarungWiederkehrende Arbeit und mehr Einfluss auf Ihren Preis
Öffentliche AuftraggeberBehörden, Kommunen und öffentliche BetriebeTeilnahme an Vergabeverfahren und Nachweise für das jeweilige VerfahrenLangsamere, papierintensive Verträge
Finden Sie die Verlader rund um Ihren Standort
Durchsuchen Sie Google Maps, sammeln Sie veröffentlichte Kontaktdaten von Websites und organisieren Sie Ihre Interessenten im CRM. Die kostenlose Erfassung umfasst 200 Unternehmen pro Monat. KI und Export hängen von Ihrem Tarif ab.
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Was müssen Sie klären, bevor Sie einen Transportauftrag annehmen?

Klären Sie drei Dinge: ob Ihr Fahrzeug unter die Lizenzpflicht fällt, ob Ihre Haftpflichtversicherung zum Auftrag passt und ob Ihr Führerschein für die zulässige Gesamtmasse reicht. Auftraggeber fragen in der Regel nach allen drei Nachweisen, bevor sie Ihnen Ware anvertrauen.

Lizenz. Wer als Unternehmer mit Sitz im Inland gewerblichen Güterkraftverkehr durchführt, braucht nach § 3 Absatz 1 GüKG eine von einer inländischen Behörde erteilte Gemeinschaftslizenz. Sie wird für bis zu zehn Jahre erteilt, wenn die Berufszugangsvoraussetzungen der EU-Verordnung (EG) Nr. 1071/2009 erfüllt sind. Zuständig ist die nach Landesrecht bestimmte Behörde am Sitz Ihres Unternehmens. Das Gesetz wurde zuletzt umgestellt, denn § 3 verweist noch auf die am 26. Februar 2026 geltende Fassung der früheren Erlaubnis. Wer eine ältere Erlaubnis besitzt, fragt bei der Behörde nach, wie sie weitergilt.

Die Grenze von 3,5 Tonnen. Für Kraftfahrzeuge, die einschließlich Anhänger ein zulässiges Gesamtgewicht von nicht mehr als 3,5 Tonnen haben, gelten die Vorschriften des 2. und 3. Abschnitts des Gesetzes nach § 2 Absatz 1 Nummer 10 GüKG nicht, soweit sich aus EU-Rechtsakten oder internationalen Abkommen nichts anderes ergibt. Ein Transporter bis 3,5 Tonnen fällt also nicht unter die Lizenzpflicht im Inland, ein 7,5-Tonnen-Koffer-Lkw schon. Gewerbe-, steuer- und versicherungsrechtliche Pflichten bleiben davon unberührt. Klären Sie diese mit Ihrer IHK oder Ihrer Steuerberatung.

Versicherung. § 7a GüKG verpflichtet den Unternehmer zu einer Haftpflichtversicherung für die gesetzliche Haftung wegen Güter- und Verspätungsschäden nach dem Frachtrecht des Handelsgesetzbuchs. Die Mindestversicherungssumme beträgt 600.000 Euro je Schadensereignis, die Jahreshöchstersatzleistung darf nicht unter dem Zweifachen liegen, und ein Selbstbehalt ist zulässig. Der Versicherungsnachweis muss während der Beförderung mitgeführt werden. Das ist eine Untergrenze: Auftraggeber verlangen in ihren Verträgen oft mehr, deshalb zählt die Vertragsklausel mindestens so viel wie das Gesetz.

Führerschein. Nach § 6 FeV berechtigt Klasse B zu Fahrzeugen bis 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse, Klasse C1 zu Fahrzeugen von mehr als 3.500 bis 7.500 kg und Klasse C zu Fahrzeugen über 3.500 kg. Lesen Sie die zulässige Gesamtmasse in den Fahrzeugpapieren, denn Koffer-Aufbauten gibt es in sehr unterschiedlichen Gewichtsklassen.

Fahrzeug (zulässige Gesamtmasse)FührerscheinLizenz im gewerblichen GüterkraftverkehrQuelle
Bis 3.500 kgKlasse BAusnahme für Kraftfahrzeuge bis 3,5 t, soweit EU-Recht nichts anderes bestimmt§ 6 FeV, § 2 GüKG
Über 3.500 bis 7.500 kgKlasse C1Gemeinschaftslizenz bei Sitz im Inland§ 6 FeV, § 3 GüKG
Über 7.500 kgKlasse CGemeinschaftslizenz bei Sitz im Inland§ 6 FeV, § 3 GüKG
Haftpflicht (soweit § 7a gilt)Mindestens 600.000 Euro je Schadensereignis§ 7a GüKG

Bei öffentlichen Aufträgen kommt die jeweilige Vergabestelle mit eigenen Nachweisen hinzu. Fragen Sie früh nach den Unterlagen, damit Ihnen keine Frist wegläuft.

Warum übersehen die meisten Ratgeber die lokalen Verlader?

Ratgeber wiederholen meist dieselben Kanäle: Frachtbörsen, Speditionspartner, Subunternehmer-Systeme der Paketdienste und Ausschreibungen. Kaum ein Text zeigt, wie man lokale Verlader findet, den einzigen Kanal, der in keiner Frachtbörse auftaucht.

Eine Fracht, die in einer Börse steht, sehen alle Fahrer, die danach suchen. Sie konkurrieren dann über Tempo und Preis. Ein lokaler Verlader, der nie Fracht einstellt, hat dagegen keinen Wettbewerb um Ihr Angebot. Braucht ein Möbelhaus, ein Elektrofachhändler oder ein Baustoffhandel jede Woche einen verlässlichen Fahrer, hat der Anbieter einen klaren Vorteil, der zuerst fragt und seinen Versicherungsnachweis gleich mitschickt. Genau hier liegt die Lücke: Viele gute Transportaufträge werden nie ausgeschrieben, und Sie finden sie nur über eine eigene Liste.

Drei Gründe sprechen für den direkten Weg: Wiederkehrende Aufträge erleichtern die Wochenplanung. Kurze, dichte Touren sparen Kraftstoff und Leerfahrten. Und Sie verhandeln Ihren eigenen Preis, statt einen vorgegebenen zu akzeptieren. Dasselbe Prinzip gilt für andere Dienstleistungen mit festen Touren, etwa medizinische Kurierdienste, Reinigungsverträge für Unternehmen oder Umzugsunternehmen, die Fahrer und Fahrzeuge dauerhaft brauchen.

Welche lokalen Unternehmen vergeben Transportaufträge und wonach suchen Sie?

Suchen Sie in Google Maps nach einer bestimmten Branche in einer bestimmten Stadt und arbeiten Sie sich von Ihrem Standort nach außen vor. Die folgenden Betriebe beliefern typischerweise sperrige oder palettierte Ware und sind deshalb naheliegende Zielkunden. Die dritte Spalte ist nur eine Hypothese, die Sie im ersten Gespräch prüfen.

In Google Maps suchenWas sie typischerweise bewegenWarum sie sich wiederholen könnten
Möbelhaus in KölnSofas, Tische, SchlafzimmermöbelLieferungen folgen wöchentlich den Verkäufen im Laden
Elektrofachhandel in HannoverKühlschränke, Waschmaschinen, HerdeSchwere Teile, die Kunden nicht selbst transportieren können
Baustoffhandel in StuttgartHolz, Gipskartonplatten, FliesenHandwerksbetriebe bestellen nach Bauplan
Gastronomiegroßhandel in HamburgGeräte, Trockenware, VerpackungenGastronomen füllen ihre Vorräte im festen Zyklus auf
Bettenfachgeschäft in LeipzigMatratzen und LattenrosteSperrig, leicht und gut in eine Tour einzuplanen
Kontraktlogistik in DuisburgPalettierte Ware für mehrere KundenBei steigendem Volumen können zusätzliche Fahrzeuge nötig werden

Ersetzen Sie die Beispiele durch Ihre Region. Steht Ihr Fahrzeug in München, Frankfurt oder Berlin, beginnen Sie mit den drei, vier Betrieben, die in kurzer Fahrzeit von Ihrem Betriebshof erreichbar sind. Wie die Suche stadtweise funktioniert, beschreibt der Beitrag Lokale Unternehmen in jeder Stadt finden.

Wie erstellen Sie mit Vonsel eine Zielliste von Verladern?

Installieren Sie die kostenlose Chrome-Erweiterung, suchen Sie in Google Maps, klicken Sie auf „Start“ und bewegen Sie die Karte. Vonsel erfasst die passenden Geschäftsergebnisse, während Sie die Gegend erkunden, und Sie bearbeiten sie danach im CRM. Eine Branche in einer Stadt eignet sich gut für den ersten Test.

  1. Wählen Sie eine Branche und eine Region. Zum Beispiel Elektrofachhandel im Raum Hannover. Eine überschaubare Liste lässt sich leichter persönlich ansprechen.
  2. Erfassen Sie die Ergebnisse aus Google Maps. Suchen Sie, drücken Sie auf Start und verschieben Sie die Karte, damit die Erweiterung auch Betriebe jenseits der ersten Markierungen erfasst.
  3. Ergänzen Sie die veröffentlichten Kontakte. Google Maps zeigt keine geschäftlichen E-Mail-Adressen an. Vonsel besucht die verfügbaren Unternehmenswebsites, um veröffentlichte E-Mail-Adressen, weitere Telefonnummern und Links zu sozialen Netzwerken zu finden.
  4. Sortieren Sie nach Nähe und Signalstärke. Setzen Sie Betriebe in der Nähe Ihres Standorts und mit aktiver Website nach oben und nutzen Sie die Bewertungen, um stark frequentierte Geschäfte zu erkennen.
  5. Bearbeiten Sie die Liste im CRM. Sehen Sie die Betriebe auf einer Karte, verschieben Sie sie im Kanban-Board durch die Phasen, notieren Sie Gespräche, setzen Sie Wiedervorlagen und halten Sie alle Anrufe an einem Ort fest. Eine einfache Alternative zum Start ist eine Lead-Tracking-Tabelle.

Den gesamten Ablauf sehen Sie im Video: Schauen Sie sich das Tutorial im Video an. Die kostenlose Erfassung umfasst 200 Unternehmen pro Monat, genug, um eine Branche zu testen. Wer später KI-Funktionen oder Export nutzen möchte, findet auf der Preisseite die Leistungen der einzelnen Tarife. Ob die Erfassung öffentlicher Unternehmensdaten erlaubt ist, erklärt der Beitrag Google Maps scrapen: Ist das rechtlich erlaubt?.

Wie sprechen Sie Verlader an, ohne gegen das UWG zu verstoßen?

Rufen Sie an oder besuchen Sie den Betrieb, statt Massen-E-Mails zu verschicken. Nach § 7 Absatz 2 UWG ist Werbung per Telefon gegenüber einem sonstigen Marktteilnehmer nur mit zumindest mutmaßlicher Einwilligung zulässig, Werbung per elektronischer Post braucht eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Ein Besuch vor Ort oder ein Brief fällt nicht unter die dort genannten Fälle. Nach Absatz 1 bleibt Werbung unzulässig, wenn erkennbar ist, dass sie nicht gewünscht wird.

Halten Sie das erste Gespräch kurz, nennen Sie in der ersten Zeile etwas Konkretes über den Betrieb und bitten Sie um eine Kleinigkeit: eine bezahlte Probetour. Eine lange Vorstellung Ihres Fuhrparks wird überhört, ein klares Angebot bekommt eine Antwort.

„Guten Tag, ich fahre mit einem Koffer-Lkw ab [Ihre Stadt] und habe gesehen, dass Sie [Ware] ausliefern. Ich könnte am [Wochentag] eine Probetour zu Ihrem üblichen Satz übernehmen und Ihnen vorab meinen Versicherungsnachweis schicken. Haben Sie kurz Zeit für ein Gespräch?“ Ein Angebot, ein nächster Schritt.

Ob eine mutmaßliche Einwilligung vorliegt, ist eine Einzelfrage. Dies sind allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung. Welche Regeln für E-Mails gelten, erklärt der Beitrag Kalt-E-Mails ohne Verstoß gegen die DSGVO. Wie Kuriere ihre ersten Firmenkunden gewinnen, beschreibt Kurierdienst-Kunden im B2B gewinnen. Tragen Sie jeden Kontaktversuch im CRM ein, damit Sie niemanden doppelt ansprechen.

Was gehört in einen Transportvertrag?

Halten Sie jede Vereinbarung schriftlich fest, auch bei kleinen Aufträgen. Ein einseitiger Vertrag schützt beide Seiten und zeigt dem Auftraggeber, dass Sie ein Unternehmen führen. Diese sechs Punkte gehören hinein:

  1. Parteien und Umfang: Wer beauftragt wen, und was wird befördert?
  2. Preisbasis: pro Fahrt, pro Stopp oder pro Tour, zuzüglich Kraftstoff- und Wartezeiten.
  3. Zeitplan: Liefertage, Zeitfenster und erwartetes Volumen.
  4. Zahlungsbedingungen: Rechnungsstellung, Zahlungsziel und Umgang mit Verzug.
  5. Versicherung und Haftung: welchen Versicherungsschutz Sie nachweisen und wer bei Schäden oder Verlust haftet.
  6. Kündigung: die Frist, mit der jede Seite den Vertrag beenden kann.

Lassen Sie Ihre Vorlage einmal von einer Anwältin oder einem Anwalt prüfen und verwenden Sie sie danach wieder. Dies sind allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung.

Frachtbörsen verkaufen Ihnen, was alle sehen. Eine lokale Liste zeigt, was niemand ausgeschrieben hat.
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Erfassen Sie eine Branche in einer Stadt, ergänzen Sie die veröffentlichten Kontakte und starten Sie mit einer Probetour. Die kostenlose Erfassung umfasst 200 Unternehmen pro Monat. KI und Export hängen von Ihrem Tarif ab.
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Häufig gestellte Fragen

Wie finde ich Transportaufträge für meinen Koffer-Lkw?
Bedienen Sie vier Quellen parallel: Frachtbörsen und Disponenten für den schnellen Einstieg, Paketdienste und Kontraktlogistiker für feste Touren, lokale Verlader für wiederkehrende Direktaufträge und öffentliche Ausschreibungen für langfristige Verträge. Halten Sie Lizenz, Versicherungsnachweis und Führerschein bereit und bieten Sie ausgewählten Verladern aus Ihrer Region eine bezahlte Probetour an.
Brauche ich eine Lizenz, um Transportaufträge zu übernehmen?
Das hängt vom Fahrzeug ab. Ein Unternehmer mit Sitz im Inland, der gewerblichen Güterkraftverkehr betreibt, braucht nach § 3 GüKG eine Gemeinschaftslizenz. Für Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht einschließlich Anhänger gilt nach § 2 Absatz 1 Nummer 10 GüKG eine Ausnahme, soweit EU-Recht nichts anderes bestimmt. Prüfen Sie Ihren Fall vorab bei der zuständigen Landesbehörde.
Welchen Führerschein brauche ich für einen Koffer-Lkw?
Nach § 6 FeV reicht Klasse B für Fahrzeuge bis 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse. Für mehr als 3.500 bis 7.500 kg brauchen Sie Klasse C1, darüber Klasse C. Entscheidend ist die zulässige Gesamtmasse in den Fahrzeugpapieren, nicht die Nutzlast. Wer mit Anhänger fährt, sollte zusätzlich die Klassen mit E prüfen.
Wie hoch muss die Versicherung für Transportaufträge sein?
Für Unternehmer, die unter § 7a GüKG fallen, beträgt die Mindestversicherungssumme der Haftpflichtversicherung 600.000 Euro je Schadensereignis. Sie deckt die gesetzliche Haftung für Güter- und Verspätungsschäden nach dem Frachtrecht des HGB. Auftraggeber dürfen in ihren Verträgen höhere Summen verlangen. Lesen Sie die Versicherungsklausel daher vor der Unterschrift und holen Sie ein Angebot Ihres Versicherers ein.
Wie komme ich an öffentliche Transportaufträge?
Behörden, Kommunen und öffentliche Betriebe schreiben Liefer- und Dienstleistungsaufträge über Vergabeplattformen aus. Suchen Sie das Vergabeportal Ihres Landes oder Ihrer Stadt und richten Sie dort eine Suche nach Transport- und Kurierleistungen ein. Rechnen Sie mit mehr Papierkram und längeren Fristen als bei privaten Verladern, und lassen Sie sich für das erste Angebot bei Ihrer IHK beraten.
Wie finde ich lokale Unternehmen, die einen Transporter oder Lkw brauchen?
Suchen Sie in Google Maps nach einer Branche in einer Stadt, zum Beispiel Möbelhäuser in Köln oder Baustoffhandel in Stuttgart, und erfassen Sie die Treffer mit der kostenlosen Vonsel-Erweiterung. Ergänzen Sie die auf den Websites veröffentlichten Kontaktdaten, speichern Sie die Liste im CRM und beginnen Sie mit den Betrieben, die Ihrem Standort am nächsten liegen. So bleiben Ihre Touren kurz.
Darf ich Verlader per Telefon oder E-Mail akquirieren?
Nur eingeschränkt. Nach § 7 Absatz 2 UWG braucht Telefonwerbung gegenüber Unternehmen zumindest eine mutmaßliche Einwilligung, E-Mail-Werbung sogar eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Ein Besuch vor Ort oder ein persönlicher Anruf mit konkretem Bezug ist meist der sicherere Einstieg. Dies ist keine Rechtsberatung, im Zweifel fragen Sie eine Anwältin oder einen Anwalt.
Ist die Listenerstellung mit Vonsel kostenlos?
Die Erfassung ist mit Vonsel für bis zu 200 Unternehmen pro Monat kostenlos. Das reicht, um eine Branche in einer Stadt zu testen, bevor Sie weitermachen. KI-Funktionen und Export hängen vom gewählten Tarif ab. Welche Leistungen die einzelnen Tarife enthalten, sehen Sie auf der Preisseite.

Quellen