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Lead Generation Tools: Typen, Vergleich und Auswahl

Was Lead Generation Tools leisten, welche sechs Typen es gibt, nach welchen Kriterien Sie das richtige auswählen und wie Sie aus Google-Maps-Daten eine lokale B2B-Kontaktliste aufbauen.

Wichtigste Erkenntnisse
  • Lead Generation Tools lassen sich in sechs Typen einteilen: Erfassungsformulare, Besucheridentifizierung, Kontaktdatenbanken, E-Mail-Finder, Listing-Scraper und CRM.
  • Entscheidend ist, wo Ihre Kunden sichtbar sind: Inbound-Werkzeuge, wenn sie zu Ihnen kommen, Daten-Werkzeuge, wenn Sie sie aktiv ansprechen.
  • Google Maps zeigt das Unternehmen, aber in der Regel keine E-Mail-Adresse. Die Firmenwebsite liefert sie, deshalb sollte ein gutes Tool beides auslesen.
  • Das Werkzeug ist erlaubt, die Ansprache wird geregelt: durch § 7 UWG (E-Mail und Telefon) und die DSGVO (personenbezogene Daten).
  • Vonsel lässt sich kostenlos hinzufügen, die kostenlose Erfassung deckt 200 Unternehmen pro Monat ab.

Was sind Lead Generation Tools?

Lead Generation Tools sind Programme, mit denen Sie potenzielle Kunden finden, erfassen und ordnen. Für den lokalen B2B-Vertrieb zählen vor allem Werkzeuge, die Firmendaten aus Google Maps auslesen, öffentliche Kontaktdaten von Firmenwebsites ergänzen und alles in einem CRM speichern. So entsteht aus einer Suche eine ansprechbare Kontaktliste.

Der Begriff ist schnell erklärt. Laut Wikipedia ist ein Lead ein qualifizierter Kontakt mit einem Interessenten, der dem Werbungtreibenden seine Adressdaten für einen weiteren Dialog überlässt. Leadgenerierung heißt, solche Kontakte systematisch zu gewinnen. Software übernimmt davon einen Teil, damit Sie Ihre Zeit in Gespräche stecken statt in das Abtippen von Namen. Einen Überblick über Methoden und Prozess gibt unser Leitfaden zur Leadgenerierung.

Nicht jedes Werkzeug erfüllt dieselbe Aufgabe. Ein Formulargenerator wartet darauf, dass ein Besucher sich meldet. Ein Daten-Werkzeug sucht aktiv nach Kunden, die sich noch nicht gemeldet haben. Wer beides verwechselt, kauft Software, die am Ziel vorbeiarbeitet.

Welche Arten von Lead Generation Tools gibt es?

Es gibt sechs Typen von Lead Generation Tools, und jeder beantwortet eine andere Frage. Die Tabelle zeigt, was Sie von jedem Typ bekommen und für wen er sich lohnt.

TypWas er tutWoher die Leads kommenAm besten für
ErfassungswerkzeugeFormulare, Landingpages und Pop-ups, die Kontaktdaten einsammelnBesucher Ihrer eigenen WebsiteUnternehmen mit stetigem Website-Traffic
BesucheridentifizierungZeigt, welche Firmen Ihre Website besucht habenIhr eigener TrafficWebsites mit B2B-Besuchern
KontaktdatenbankenDurchsuchbare Datensätze zu Personen und FirmenDatenbestand des AnbietersAnsprache großer Unternehmen
E-Mail-FinderFindet oder prüft die E-Mail-Adresse einer PersonÖffentliche Seiten und AdressmusterAnsprache namentlich bekannter Kontakte
Listing-ScraperMacht aus Karten- oder Verzeichnisergebnissen strukturierte ListenGoogle Maps und FirmenwebsitesLokale und mittelständische Zielkunden
CRM und NachfassenSpeichert Leads, verfolgt Phasen, plant WiedervorlagenLeads, die Sie bereits habenJedes Team, ab der ersten Liste

Erfassungswerkzeuge und Besucheridentifizierung sind Inbound-Werkzeuge: Sie setzen Traffic voraus, den Sie schon haben. Kontaktdatenbanken, E-Mail-Finder und Listing-Scraper sind Outbound-Werkzeuge: Sie bauen die Liste für Sie. Das CRM ist die Grundlage unter allen anderen. Sind Ihre Wunschkunden lokale Betriebe wie Zahnarztpraxen, Steuerkanzleien, Dachdecker oder Restaurants, ist ein Listing-Scraper meist der schnellste Weg. Diese Betriebe stehen selten in großen Firmendatenbanken, sind bei Google Maps aber fast immer eingetragen. Wie Sie den Rest der Kontaktdaten beschaffen, vergleichen wir in den E-Mail-Finder-Tools.

Erstellen Sie Ihre erste lokale Kontaktliste
Suchen Sie bei Google Maps eine Branche in einer Stadt, erfassen Sie die Unternehmen und lassen Sie die veröffentlichten Kontaktdaten von deren Websites ergänzen. Die kostenlose Erfassung deckt 200 Unternehmen pro Monat ab, KI und Export hängen vom Tarif ab.
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Welches Lead Generation Tool passt zu Freelancern, Agenturen und Mittelstand?

Das passende Werkzeug hängt davon ab, wer Sie sind und was Sie mit der Liste vorhaben. Vier typische Gruppen:

Freelancer

Sie brauchen jede Woche ein paar gute Zielbetriebe, keine riesige Datenbank. Ein kostenloser Listing-Scraper plus ein einfaches CRM reichen. Beispiel: Als Webdesigner suchen Sie „Restaurants in Leipzig“ und schreiben die Betriebe an, deren Website fehlt oder veraltet wirkt.

Agentur

Sie bearbeiten dieselbe Branche für mehrere Kunden. Wiederholbare Suchen, ein Export für Kollegen und eine gemeinsame Pipeline sind wichtig, damit nicht zwei Personen denselben Betrieb anschreiben. Mehr dazu im Beitrag zur B2B-Leadgenerierung.

Lokaler Betrieb

Wer in der Region verkauft, braucht vor allem Standortbezug. Ein Werkzeug, das Leads auf einer Karte zeigt und Besuche oder Anrufe nach Gebiet plant, spart mehr Zeit als eine große Datenbank. Praktisch ist ein CRM für Kleinunternehmen.

Vertriebsteam

Der Prozess steht bereits, jetzt zählen Datenmenge und Datenqualität: aktuelle Kontaktdaten, saubere Exporte und ein CRM, das Phasen, Notizen und Wiedervorlagen an einem Ort bündelt.

In allen vier Fällen ist die Arbeit nach der Liste gleich: ansprechen, nachfassen, Ergebnis festhalten. Wer zunächst nur kostenlose Quellen testen möchte, findet im Vergleich Kostenlose Leads finden fünf B2B-Quellen.

Wie funktionieren Lead Generation Tools mit Google Maps?

Das Verfahren hat zwei Schritte: Zuerst werden die Unternehmen auf der Karte erfasst, dann werden ihre Angaben auf der jeweiligen Website ergänzt. Google Maps liefert die Firmenangaben, die Website liefert die Wege zur Kontaktaufnahme.

Der erste Schritt ist die Suche. Bei einer Anfrage wie „Zahnärzte in Köln“ erfasst das Tool jeden Eintrag mit Name, Kategorie, Adresse, Bewertung und Link zur Website. Google beschreibt in der Übersicht zur Places API (New), was zu einem Ort abrufbar ist, und nennt als Beispiele die vollständige Adresse, die Telefonnummer, die Nutzerbewertung und Rezensionen. Eine E-Mail-Adresse wird dort nicht genannt.

Der zweite Schritt ist die Anreicherung. Das Tool öffnet die Firmenwebsite und sucht nach veröffentlichten E-Mail-Adressen, weiteren Telefonnummern und Links zu Social-Media-Profilen. Vonsel unterstützt über 100 soziale Netzwerke und andere Plattformen. Was Sie am Ende erhalten, hängt von den Inhalten der jeweiligen Website ab. Die technischen Details stehen in der Anleitung, wie Sie eine Kontaktdatenbank aus Firmenwebsites aufbauen.

Das Ergebnis ist ein Kontaktprofil pro Unternehmen. Das zählt, weil nicht jeder Betrieb denselben Kanal bevorzugt: Ein Friseursalon ist vielleicht über Instagram oder WhatsApp besser erreichbar, eine Steuerkanzlei eher per Telefon. Wenn alle veröffentlichten Kanäle sichtbar sind, wählen Sie den mit der besten Antwortchance.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die richtige Lead-Generation-Software aus?

Testen Sie das Werkzeug in Ihrer eigenen Branche, bevor Sie sich festlegen. Führen Sie dieselbe Suche in jedem Tool aus und bewerten Sie das Ergebnis mit dieser Checkliste.

KriteriumPrüffrageGutes Zeichen
DatenquelleKommen die Daten live von Karte und Website oder aus einem Bestand, der Monate alt sein kann?Live-Abruf zum Zeitpunkt der Suche
KontaktabdeckungWie viele Einträge Ihrer Testliste haben Telefon, E-Mail und mindestens ein Social-Media-Profil?Mehrere Kanäle pro Betrieb
ZielgenauigkeitSuche nach exakter Branche und Stadt oder nur nach groben Kategorien?Branche plus Ort frei kombinierbar
Ziel der DatenGibt es Export und ein CRM, oder landet alles in einer Datei?Export und CRM im selben Werkzeug
EinstiegsaufwandLäuft es ohne Code, API-Schlüssel und eigenen Server?Läuft direkt im Browser
KostenklarheitSind Grenzen und Tarife öffentlich einsehbar?Preisseite mit Limits

Tarife und Grenzen von Vonsel finden Sie auf der Preisseite. Aus demselben Grund bevorzugen viele Teams Live-Abrufe gegenüber gekauften Adresslisten: Gekaufte Listen sind oft veraltet und werden mit allen anderen Käufern geteilt, während eine Live-Suche den aktuellen Stand im Markt zeigt.

Ein Lead Generation Tool, das bei der Karte aufhört, liefert Ihnen ein Telefonbuch. Eines, das auch die Website liest, liefert den Einstieg: E-Mail, Telefon, Instagram. Genau das macht aus einem Eintrag ein Gespräch.

Was erlauben UWG und DSGVO bei der Nutzung von Lead Generation Tools?

Rechtlich relevant ist die Ansprache. In Deutschland sind dabei vor allem § 7 UWG und die DSGVO wichtig. Die Tabelle fasst die Kernaussagen der beiden Quellen zusammen.

Kanal oder ThemaAussageQuelle
Werbeanruf bei UnternehmenZumindest mutmaßliche Einwilligung des angerufenen Marktteilnehmers nötig§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG
Werbung per E-MailVorherige ausdrückliche Einwilligung nötig, Ausnahme bei eigenen Kunden unter engen Bedingungen§ 7 Abs. 2 Nr. 2 und Abs. 3 UWG
Personenbezogene DatenInteressenabwägung nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, Hinweis auf das Widerspruchsrecht nach Art. 21Orientierungshilfe der Aufsichtsbehörden

Der Gesetzestext von § 7 UWG stuft eine Belästigung stets als unzumutbar ein, wenn Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung erfolgt. Für Werbeanrufe bei sonstigen Marktteilnehmern genügt eine zumindest mutmaßliche Einwilligung. Außerdem müssen Absender erkennbar sein und es muss eine gültige Adresse existieren, an die der Empfänger seinen Widerspruch richten kann.

Für den Datenschutz erklärt die Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz zur Direktwerbung, dass sich Direktwerbung nach der DSGVO regelmäßig auf eine Interessenabwägung nach Art. 6 Abs. 1 lit. f stützt und dass auf das Widerspruchsrecht nach Art. 21 hingewiesen werden muss. Eine geschäftliche Adresse wie vorname.nachname@firma.de bezieht sich auf eine Person und kann deshalb unter die DSGVO fallen.

Praktisch heißt das: Prüfen Sie vor jeder Mail-Kampagne, auf welcher Grundlage Sie schreiben, nennen Sie Ihren Namen, begründen Sie die Ansprache und löschen Sie Personen, die widersprechen. Mehr dazu lesen Sie unter Kaltakquise erlaubt? E-Mail, Telefon, Post im B2B und Ist das Scraping von Google Maps legal?. Dies ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.

Wie kommen Sie in sechs Schritten von der Suche zum ersten Gespräch?

Ein Werkzeug zahlt sich erst aus, wenn aus der Liste Gespräche werden. Die Reihenfolge für lokale B2B-Anbieter:

  1. Branche und Ort festlegen. „Dachdecker in Leipzig“ ist besser als „Bauunternehmen“.
  2. Unternehmen erfassen. Suchen Sie bei Google Maps und klicken Sie auf „Start“, damit die Erweiterung die Treffer sammelt, während Sie die Karte erkunden.
  3. Websites auslesen. Das Tool durchsucht jede Firmenwebsite nach veröffentlichten E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Social-Media-Profilen.
  4. Schnell vorqualifizieren. Nutzen Sie Bewertungen, Rezensionen und die Qualität der Website, um zu entscheiden, wer eine persönliche Nachricht verdient.
  5. Den passenden Kanal wählen. E-Mail, Telefon, WhatsApp oder Social Media, je nachdem, was der Betrieb veröffentlicht, und unter Beachtung der Regeln aus dem vorigen Abschnitt.
  6. Jedes Ergebnis im CRM festhalten. Tragen Sie die Phase ein, planen Sie den nächsten Schritt und fassen Sie nach.

Wenn Sie lieber zuerst zuschauen möchten, sehen Sie sich das Tutorial im Video auf der Seite zum Google-Maps-Scraper an. Sobald die Leads im Dashboard stehen, können Sie mit KI zu jedem Unternehmen eine eigene Nachricht entwerfen lassen, damit nicht hundert Interessenten dieselbe Mail bekommen.

Das Tool findet die Leads. Das Nachfassen gewinnt die Kunden.

Quellen

Bereit, aus Karten Termine zu machen?
Fügen Sie die Erweiterung hinzu, erfassen Sie Unternehmen samt veröffentlichter Kontaktdaten und organisieren Sie sie im CRM. Entdecken Sie die Funktionen oder starten Sie direkt beim Google-Maps-Scraper.
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Kostenloser Download. Die kostenlose Erfassung deckt 200 Unternehmen pro Monat ab.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Lead Generation Tools?
Lead Generation Tools sind Programme, die Ihnen helfen, potenzielle Kunden zu finden, zu erfassen und zu organisieren. Manche sammeln Anfragen über Formulare und Landingpages, andere erkennen Website-Besucher, liefern Kontaktdaten, lesen Firmeneinträge aus Google Maps aus oder verwalten Interessenten in einem CRM. Die meisten Teams kombinieren zwei oder drei Werkzeuge, statt sich auf eines zu verlassen.
Welches Lead Generation Tool eignet sich für kleine Unternehmen?
Das hängt davon ab, wie Sie verkaufen. Kommen Kunden von selbst auf Sie zu, sind Formulare und Landingpages der Anfang. Verkaufen Sie an lokale Betriebe, etwa Praxen, Handwerker oder Gastronomie, ist die Kombination aus Google-Maps-Extraktor und CRM meist der schnellste Weg: Sie erhalten eine Liste genau für Ihre Branche und Ihre Stadt. Starten Sie dort, wo Ihre Kunden bereits sichtbar sind.
Gibt es kostenlose Lead Generation Tools?
Ja. Viele Anbieter haben eine Gratisstufe mit begrenztem Funktionsumfang. Die Vonsel-Erweiterung lässt sich kostenlos hinzufügen, und die kostenlose Erfassung deckt 200 Unternehmen pro Monat ab, genug, um eine Branche in einer Stadt zu testen. KI-Funktionen und Export hängen vom Tarif ab. Lesen Sie deshalb die Preisseite, bevor Sie einen festen Arbeitsablauf darauf aufbauen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Lead Generation Tool und einem CRM?
Ein Lead Generation Tool findet und erfasst neue Kontakte. Ein CRM speichert diese Kontakte und begleitet sie weiter: Phase, Notizen, Wiedervorlagen und Ergebnis. Sie brauchen beides. Ohne Leadgenerierung bleibt das CRM leer, ohne CRM versanden die gesammelten Kontakte in einer Excel-Tabelle. Vonsel verbindet die Kontaktsuche mit einem CRM auf der Karte.
Können Lead Generation Tools E-Mail-Adressen finden?
Einige können das. Google Maps liefert in der Regel keine E-Mail-Adressen von Unternehmen. Ein gutes Tool ruft deshalb zusätzlich die Firmenwebsite auf und sammelt die dort veröffentlichten E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Social-Media-Links. Was Sie bekommen, hängt davon ab, was die Website zeigt. Prüfen Sie jede Adresse, bevor Sie größere Mengen versenden.
Ist die Nutzung von Lead Generation Tools in Deutschland erlaubt?
Die Nutzung des Werkzeugs ist an sich nicht das Problem, entscheidend ist die anschließende Ansprache. Nach § 7 UWG braucht Werbung per E-Mail grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, Werbeanrufe im B2B zumindest eine mutmaßliche Einwilligung. Zusätzlich gilt die DSGVO, sobald Daten einer Person zugeordnet werden können. Das ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung.
Muss ich programmieren können, um ein Lead Generation Tool zu nutzen?
Nein. Browserbasierte Werkzeuge wie die Vonsel-Chrome-Erweiterung laufen direkt in der Google-Maps-Suche, ohne Code, API-Schlüssel oder eigenen Server. Sie wählen Branche und Ort, klicken auf „Start“, sehen die gefundenen Unternehmen und exportieren sie anschließend oder arbeiten im CRM damit weiter. Wer tiefer einsteigen will, kann später API oder Automatisierung ergänzen, nötig ist das für den Start nicht.