Die Techniken
Welche B2B-Verkaufstechniken funktionieren?
Verkaufstechniken sind die taktischen Werkzeuge für einzelne Gesprächssituationen. Sieben davon haben sich im B2B bewährt. Sie brauchen nicht alle: Wählen Sie drei bis vier, die zu Ihrem Angebot, Ihrer Zielgruppe und Ihrem Team passen.
1. Beratender Verkauf
Beim beratenden Verkauf fragen Sie zuerst und präsentieren danach. Sie verstehen das tatsächliche Problem des Kunden und bieten nur die Lösung an, die dazu passt. Das eignet sich für fast jedes erklärungsbedürftige Angebot.
2. SPIN Selling
SPIN steht für Situation, Problem, Implikation und Nutzen. Mit vier Fragetypen führen Sie den Kunden dazu, selbst zu erkennen, was das Problem kostet und was die Lösung bringt. Die Methode geht auf Neil Rackham zurück und passt zu größeren, erklärungsbedürftigen Aufträgen.
3. Social Selling
Social Selling heißt, vor dem Verkaufsgespräch in Business-Netzwerken wie LinkedIn oder XING sichtbar zu sein und Beziehungen aufzubauen. Es lohnt sich vor allem bei langen Zyklen, in denen Vertrauen die Voraussetzung für ein Gespräch ist.
4. Wertorientierter Verkauf
Hier verkaufen Sie das Ergebnis statt des Produkts: eingesparte Zeit, höherer Umsatz, geringeres Risiko. Das funktioniert, wenn Sie den Nutzen in der Sprache des Kunden und mit seinen Zahlen beschreiben können.
5. Account-Based Selling
Account-Based Selling behandelt jeden Schlüsselkunden wie einen eigenen Markt. Laut Wikipedia setzt Account Based Marketing auf eine kleine Zahl hochwertiger Zielkonten statt auf breite Lead-Generierung und spricht mehrere Entscheider im Zielunternehmen gleichzeitig an. Der Aufwand pro Konto ist hoch, deshalb eignet sich der Ansatz für teure Angebote mit wenigen Käufern.
6. Challenger-Verkauf
Der Challenger-Ansatz hinterfragt die Annahmen des Kunden und zeigt ihm etwas Neues über sein eigenes Geschäft. Er funktioniert in Märkten, in denen alle Anbieter ähnlich klingen, und verlangt gute Vorbereitung.
7. Datenbasierte Neukundengewinnung
Sie wählen Firmen nach Branche, Ort und Merkmalen aus und sprechen nur jene an, die zu Ihrem Zielprofil passen. Dazu gehört auch, vor dem Kontakt Website, Bewertungen und Kategorie der Firma anzusehen. Diese Technik ergänzt jede der anderen sechs und kostet wenig Zeit, wenn die Daten schon in einer Liste liegen.
Was einen guten Erstkontakt von einem schlechten trennt, ist meist die Information. Ein Anruf mit „Wir bieten Geschäftslösungen an“ wird abgewimmelt. Ein Anruf mit „Ich habe gesehen, dass Ihr Betrieb gerade einen zweiten Standort eröffnet hat, und genau dabei fehlt vielen die Kundengewinnung“ öffnet ein Gespräch. Die Grundlagen der Kundensuche finden Sie im B2B-Kunden gewinnen: der Praxisleitfaden.